Studenten sollen angelockt werden
Die SPD geht als Team in den Wahlkampf: (v. l.) Manfred Herzog, Marion Herzog, Metin Eser und Jochen Gürtler.

Die Ortsvereinsvorsitzende Marion Herzog ist mit der Teamlösung ohnehin bestens zufrieden. Sie rückt die ganze SPD-Mannschaft in die erste Reihe. Mit regelmäßigen Informationsständen an Einkaufsmärkten wollen die Genossen ihre Themen in den kommenden Wochen unters Volk bringen. Ganz frisch ist die Idee, zwischen den beiden Uni-Städten Bielefeld und Paderborn deutlich mehr für studentischen Wohnraum zu werben und zu tun.

Jochen Gürtler sieht hier die Möglichkeit, einen Standortvorteil herauszukehren, zumal die Sennebahn mit ihrem künftigen Halbstundentakt Schloß Holte-Stukenbrock zusätzlich aufwerten werde. Gürtler will zunächst Privatvermieter für die Idee begeistern. Marion Herzog hat die Demografie im Blick.

Sie will alte Häuser unter die Lupe nehmen, deren Eigentümer aus Altersgründen umziehen. Neubauten, extra für Studenten, sind zunächst kein Thema, aber nicht aus der Welt. Mit den Studentenwerken in den Uni-Städten will Gürtler die Idee näher abtasten, zumal Schloß Holte-Stukenbrock Studenten sicher ein Wohnen zu attraktiven Mietpreisen bieten könne.

Marion Herzog: „Unsere Stadt muss interessanter werden.“ Die Gesamtschule gehört für die SPD mit Blick in die Zukunft dauerhaft an einen Standort, und zwar in die Ortsmitte. Daran will Marion Herzog nicht rütteln lassen. Ist es erforderlich, will sie dazu auch das Realschulgebäude baulich anpassen.

Mehr Elektroautos bei der Stadtverwaltung, ein neuer Start mit dem Nachtbus und die Müllentsorgung in der Hand eigener Stadtwerke – das sind weitere Ziele und Überlegungen bei den Sozialdemokraten. Jochen Gürtler sieht auch das Hallenbad aus den 70er-Jahren als Kandidaten für neue Überlegungen. Ziehe Bielefeld die neue Stadtbahnlinie 5 bis nach Sennestadt durch, müsse man dort eine Buslinie im Taktverkehr an Stukenbrock anbinden.

Weitere Programmpunkte der SPD sind eine sichere Finanzausstattung der Stadt durch Ausschöpfen der Einnahmequellen, eine inklusive Gesellschaft, eine Intervention gegen den Ärztemangel und eigene Stadtwerke zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Hinzu kommt die Forderung nach schnellem Internet in allen Ortsteilen. Die Feuerwehr soll gut ausgerüstet bleiben. Mehr Ladestationen für Elektrofahrzeuge sollen genauso her wie intelligente Lösungen im alltäglichen Verkehrsgeschehen.

Die Kommunalwahl vor fünf Jahren war für die Sozialdemokraten enttäuschend verlaufen. Sie holten 15,7 Prozent der Stimmen und waren damit nur knapp stärker als die Grünen. Der neue Stadtrat wird am Sonntag, 25. Mai, gewählt.

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