Stukenbrock-Senne gewinnt Dorfwettbewerb
Bild: Neitemeier
So sehen Sieger aus: Die Dorfgemeinschaft Stukenbrock-Senne hat beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" den ersten Platz belegt.Am Dienstagabend gab es dafür in Wiedenbrück Urkunde und Geldpreise.
Bild: Neitemeier

Der Vertreter der Dorfgemeinschaft strahlte. Sein Kommentar: „Super.“   Die Platzierungen der übrigen Teilnehmer wurden nicht bekanntgegeben. Stukenbrock-Senne vertritt den Kreis Gütersloh nun 2015 beim Landeswettbewerb.

„In der Gesamtschau aller Kriterien hat das Dorf die Jury überzeugt“, sagte Dr. Christine Disselkamp bei der Preisverleihung im Historischen Rathaus in Wiedenbrück. Höhepunkt der Präsentation sei der neu gestaltete Dorfplatz gewesen. Auch die neue Rasthütte mit Bänken und Infotafeln an der Emsquelle, die mit viel Eigeninitiative entstanden sei, lobte die stellvertretende Landrätin.

Sonderpreise für die übrigen Teilnehmer

Als Lohn erhielt die Delegation des siegreichen Dorfes, zu der auch Bürgermeister Hubert Erichlandwehr zählte, einen Scheck über 1000 Euro vom Kreis und einen Gutschein der Volksbank, ebenfalls über 1000 Euro. Stukenbrock-Senne setzte sich gegen Lintel und St. Vit (Rheda-Wiedenbrück), Hesselteich (Versmold), Liemke (Schloß Holte-Stukenbrock) und Brockhagen (Steinhagen) durch. Auch wenn es nur einen Sieger gebe, hätten alle Dörfer dank breiten Engagements bewiesen, „dass sie Zukunft haben“, hieß es mehrfach.

Aber auch die Nicht-Sieger gingen nicht leer nach Hause. Für sie gab es je einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro vom Kreis und weitere 1000 Euro von der örtlichen Volksbank: Lintel erhielt die Auszeichnung für das neue Konzept als Energiedorf und das Engagement der Jugend von St. Elefant, St. Vit für das Neubaugebiet im Dorf, durch das eine alte Gewerbebrache saniert und baulich umgestaltet wurde. Hesselteich bekam den Sonderpreis für den gelungenen Umbau des Dorfplatzes und die Gestaltung des Wartehäuschens, Liemke für die Frischehütte, in der Landwirte regionale Lebensmittel anbieten. Und Brockhagen? Dort honorierte die Jury mit dem Geld den Grünstreifen im Dorf, der von alten Bäumen geprägt sei und von Anliegern mitgepflegt werde.

Perspektiven für ein Leben auf dem Land

„Ziel des Wettbewerbs ist es, die Zukunftsperspektiven in den Dörfern zu erhalten, zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern“, betonte Disselkamp. Deshalb stehe bei der Bewertung im Vordergrund, wie die Dörfer ihre Zukunft nachhaltig gestalteten. Es gelte, den Menschen – auch jungen Familien – Perspektiven für ein Leben auf dem Lande aufzuzeigen“, so die stellvertretende Landrätin.

Auf dem Besuchsfahrplan der sechsköpfigen Bewertungskommission hatten ursprünglich sieben Dörfer gestanden. Doch Batenhorst zog kurzfristig zurück. Um einen Kreiswettbewerb durchführen zu können, waren ursprünglich mindestens zehn Dörfer erforderlich. Später halbierte das Land die Mindestteilnehmerzahl.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 22. Oktober.

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