TWE-Südabschnitt mit hohem Potenzial
Großes touristisches Potenzial räumt eine Studie der TWE-Strecke zwischen Bad Laer und Gütersloh ein. Vorrangig fordert das Aktionsbündnis Pro TWE eine Reduzierung der Gebühren für die Nutzung der Gleise für Ausflugszüge, hier mit der Dampflok 78 468.

Der nördliche TWE-Abschnitt zwischen Ibbenbüren, Lengerich und Bad Laer kann einer Mitteilung zufolge aufgrund von Streckenschäden nur noch in Teilabschnitten befahren werden. Das bremse den seit Jahrzehnten erfolgreichen Museumszug Teuto-Express derzeit aus, so das Bündnis. Der Region gingen viele Ausflügler verloren - mit entsprechenden wirtschaftlichen Folgen.

Das kann nach Ansicht des Glandorfer CDU-Landtagsabgeordneten Martin Bäumer nicht hingenommen werden. In Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Pro TWE wurde deshalb der befahrbare Südabschnitt zwischen Bad Laer und Gütersloh auf seine touristischen Möglichkeiten hin untersucht. Ergebnis: „ Das Potenzial ist sehr groß“, so das Bündnis.

Bäumer fordert: Schienenmaut für touristische Ziele reduzieren

Diese Studie zum Ausflugsverkehr wurde in Marienfeld bereits Vertretern der TWE-Anliegerkommunen zwischen Bad Laer und Gütersloh vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass diese Städte und Gemeinden an einem regelmäßigen Zugverkehr an ausgewählten Wochenenden interessiert sind. Zudem wurde die Studie bei einem Treffen des Bürgerbündnisses Tecklenburg bekannt gemacht. Dabei wurde der Wunsch geäußert, das Aktionsbündnis möge ein solches Konzept auch für den derzeit gesperrten TWE-Abschnitt zwischen Ibbenbüren und Bad Laer entwickeln. Die Studie befindet sich inzwischen in der Endabstimmung.

Eines ist nach Angaben des Bündnisses aber gewiss: „Wenn es zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 keine ermäßigte Schienenmaut für Personenzüge auf den TWE-Gleisen gibt, wird auch auf dem Südabschnitt kaum ein Ausflugszug rollen.“ Die seit Dezember 2011 verlangten 19,79 Euro pro Kilometer machten den Einsatz von Ausflugszügen „fast unmöglich“, da sie zu kaum vermittelbaren Fahrpreisen führten. Martin Bäumer appelliert deshalb an die TWE und an Captrain Deutschland als alleiniger Gesellschafter, die Schienenmaut für touristische Züge zu reduzieren. Das sei bei vielen anderen Eisenbahnen seit langem üblich.

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