Trainingszentrum der Polizei eröffnet
Polizei-Einsatzkräfte demonstrierten bei der Eröffnung, wie sie einen Menschen aus einem Auto vorschriftsmäßig festnehmen.

Bezahlt wurde der Bau vom Land. Es handelt sich um das erste polizeiliche Trainingszentrum dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Zur Einweihung kamen unter anderem der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU), die Bielefelder Polizeipräsidentin Katharina Giere und Staatssekretär Hans-Ulrich Krüger (SPD) aus dem Düsseldorfer Innenministerium.

Die Polizei demonstrierte ihnen verschiedene Einsatzsituationen und Zugriffstechniken. Das Zentrum wird von der Bielefelder Polizei geleitet. Die Verantwortung hat der Erste Hauptkommissar Eckhard Kabelitz. Die sieben Polizeibehörden in Ostwestfalen-Lippe mit rund 3000 Beamten nutzen es gemeinsam.

Es gibt dort Schießbahnen, Sporträume und eine befahrbare Halle. Genutzt werden können verschiedene Wohnungen, eine Gaststätte, ein Bankschalter, eine Schulklasse sowie Flure und Treppenhäuser. Sie alle helfen dabei, alltägliche Situationen realitätsgetreu zu simulieren. Modernste Technik hilft dabei, den Verlauf von Übungen zu analysieren und auszuwerten.

Katharina Giere betonte mit Blick auf die Polizeiarbeit: „Der Erhalt und die Verbesserung der Einsatzkompetenz ist eine ganz entscheidende Investition in die Zukunft. Wenn das auch mit hohen Kosten und mit einer enormen Ressourcenzuweisung (auch in personeller Hinsicht) verbunden ist, so soll dieses Trainingszentrum dazu beitragen, künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein und leistungsfähig zu bleiben. Dem wird hier Rechnung getragen.“

Giere äußerte weiter: „Trainings in eigentlich unzumutbaren Verhältnissen ohne Strom, ohne sanitäre Anlagen, ohne Heizung in abrissreifen Gebäuden und Hallen gehören ab sofort der Vergangenheit an. Hier hat das Einsatztraining in und für OWL eine neue Heimat gefunden.“ Seine Praxistauglichkeit habe der Komplex bereits bei ersten Übungseinheiten bewiesen.

Trainiert wird in einem Zwei-Schicht-System. Für die Technik der Einrichtung sind fünf feste Mitarbeiter zuständig. Die Trainer kommen aus den beteiligten Behörden.

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