Trend beim Betreuungsgeld steigend
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Für etwa 1900 Kinder im Kreis Gütersloh lassen sich Eltern derzeit ein Betreuungsgeld in Höhe von je 150 Euro monatlich auszahlen, weil sie keinen Kindergartenplatz in Anspruch nehmen.
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Darüber informierte in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag Ulrike Zimmeck, die Sachgebietsleiterin im Jugendamt für Unterhaltsvorschuss, Beistandschaften und Elternbetreuungsgeld. „Der steigende Trend bleibt bestehen, und die Volllast ist noch nicht erreicht“, sagte Zimmeck.

Laut Bundesgesetz wird das Betreuungsgeld ab dem 15. Lebensmonat gezahlt für Kinder, die nach dem 31. Juli 2012 geboren sind. Längstens besteht der Anspruch für 22 Lebensmonate. Bis August 2014 wurden 100 Euro gezahlt, danach 150 Euro.

In der Regel werde der Antrag auf Betreuungsgeld bereits beim Elterngeld-Termin nach der Geburt gestellt, erläuterte die Sachgebietsleiterin. Ihre Stelle fragte in der Folgezeit indes bei den Eltern stichprobenartig nach, ob sich seit der Geburt die Umstände geändert hätten – zum Beispiel, weil wider Erwarten doch ein Kindergartenplatz in Anspruch genommen wird. Dieses Prinzip habe sich bewährt. Ablehnungen gebe es derzeit nur noch in zwei bis drei Fällen. Die Spitze sei im August 2013 mit 70 Ablehnungen erreicht worden. „Die Kinder waren einfach zu alt“, so Zimmeck.

Kurve steigt seit Juni

 Mit Beginn des Kindergartenjahres im Juli gebe es viele Neuberechnungen. In diesem Jahr habe seit Juni die Zahl der Neuanträge bei 200 monatlich gelegen. Wurden von August bis Dezember 2013 noch rund 60 000 Euro Betreuungsgeld überwiesen, waren es jüngst 279 000 Euro in einem Monat.

 Kein Problem ist es übrigens, wenn die Eltern arbeiten. Allerdings wird das Betreuungsgeld bei Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe angerechnet.

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