Tritt in Kuhfladen hat üble Folgen
Bild: Fortmeier
Die Schauspieler Karin Scheitauer und Ulrich Horstmann haben den Schülern der Lisa-Tetzner-Schule das Theaterstück „Die Geschichte von Lena“ präsentiert.
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Im Verlauf des gewaltpräventiven Projekts „Anders, na und?!“, das sich mit der Ausgrenzung von Schülern befasst, haben 123 Kinder der 5. und 7. Klassen der Lisa-Tetzner-Schule das Stück „Die Geschichte von Lena“ gesehen. Es wurde vom Trotz-Alledem-Theater aus Bielefeld aufgeführt. Die Aufführung des Stücks von Kira Elhauge und Michael Ramlosen wurde vom Netzwerk Gewaltprävention im Kreis Gütersloh finanziell unterstützt. Erzählt wird darin von Lena, die sich nach den Sommerferien mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder Klaus in Schweden darauf freut, ihre beste Freundin Maria endlich wiederzusehen. Jedoch ist in der Schule nichts mehr wie zuvor. Alle lachen über Lena und grenzen sie aus.

 Die Ursache des Übels sind drei Briefe, die Lena ihrer Freundin Maria geschrieben hatte. Darin berichtet sie detailliert von ihren Urlaubsabenteuern, beispielsweise wie sie in einen Kuhfladen getreten war. Lenas Freundin Maria wiederum erzählte ihrer Freundin Patricia davon und las die Briefe am ersten Schultag sogar laut in der Klasse vor. Von da an nimmt das Mobbing seinen Lauf. Lena darf beim Seilspringen nicht mehr dabei sein, und ihre neuen Stiefel finden alle uncool. Selbst die Einladung zu Lenas Geburtstag wird von den Mitschülern einhellig ignoriert. Obwohl Lena damit beginnt, täglich dreimal zu duschen, mobben sie die Mitschüler unerbittlich weiter. Das wird zu viel für Lena. Sie zieht sich während der Unterrichtsstunde ihr Lieblingstuch so fest um den Hals, dass sie ohnmächtig vom Stuhl gleitet. Und in der darauffolgenden Nacht schleicht sie sich aus dem Haus und rennt fort.

Wortgewandt und ideenreich präsentierten die Schauspieler Karin Scheithauer und Ulrich Horstmann das Theaterstück. Dabei schlüpften sie nicht nur in Sekundenschnelle in neue Rollen, sondern bauten sich die Requisiten so fix um, wie sie situationsbedingt benötigt wurden. Vom Theaterstück „Die Geschichte von Lena“ inspiriert, erarbeitet die Lehrerin und Theaterpädagogin der Lisa-Tetzner-Schule, Angela Weber, im Wahlpflichtunterricht mit 14 Schülern des neunten Jahrgangs ein weiteres Theaterstück. Auch darin soll es um jugendspezifische Themen gehen. Das selbst erarbeitete Theaterstück soll mehrere Male in der Schule aufgeführt werden. Lehrern, Eltern

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