Überraschungstüten für Flüchtlingskinder
Im Notaufnahmelager bei der Landespolizei in Stukenbrock haben die Vizepräsidentin des DRK-Landesverbands, Nilgün Özel (Paderborn), und der Präsident des DRK-Kreisverbands Gütersloh, Heinz-Hermann Vollmer, muslimische Kinder zum Opferfest beschenkt.

Die Kinder erhielten sie am Samstag aus den Händen der Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Landesverband Westfalen-Lippe, Nilgün Özel (Paderborn), und des Präsidenten des DRK-Kreisverbands Gütersloh, Heinz-Hermann Vollmer. Tüten samt Inhalt waren vom Rotary-Club Paderborn-Kaiserpfalz gespendet worden.  Das Opferfest ist das höchste im Islam, richtet sich nach dem Sonnenkalender und wird in diesem Jahr vom 4. bis 7. Oktober gefeiert.

Friedrich Fortkord trägt Verantwortung

Insgesamt sind derzeit vorübergehend 327 Menschen aus 27 Ländern, die ihre Heimat verlassen mussten, in der Landespolizeischule zu Hause. Sie sprechen 13 Sprachen. Der DRK-Kreisverband Gütersloh hat vom 5. bis 28. September 741 ehrenamtliche Einsatzkräfte gestellt und die Unterkunft aufgebaut. Den Planungsstab führte Rotkreuzbeauftragter Jürgen Strathaus (Langenberg).

Die Verantwortung trägt seit dem 23. September der DRK-Landesverband. Den Einsatz leitet seit dem 24. September Friedrich Fortkord vom DRK-Ortsverein Verl (Bild), der sich als Rettungsassistent im Ruhestand hat reaktivieren lassen. Er ist voll des Lobes über das Entgegenkommen der Polizei. „Egal was anliegt, alles ist in Minuten geregelt“, sagt er der „Glocke“. Der Fachberater André Körner vom DRK-Ortsverband Gütersloh ist Verbindungsmann zwischen der Polizei und dem Rotem Kreuz.

Iman fürs Freitagsgebet

Der stellvertretende Kreisrotkreuzleiter Michael Ossenkemper (Rheda-Wiedenbrück) kümmert sich um den Sanitätsbereich und kommt alle zwei Tage in die Senne. Er berichtet von neun Geburten in den vergangenen Wochen. Die Mütter wurden zur Entbindung in die Kinderklinik Bethel gebracht. Fortkord wünscht sich eine Hebamme, die auch die Kost für die Säuglinge überwacht.

Nilgün Özel will mit dem Jugendrotkreuz Spielnachmittage für die Kinder organisieren, ihr Mann einen Iman für das Freitagsgebet. Beim Rundgang erfuhren die DRK-Vizepräsidentin Özel und der heimische DRK-Kreisvorsitzende Vollmer von der Polizei, dass die Räumlichkeiten in Stukenbrock nach dem 30. Oktober wieder hergerichtet werden, damit der Ausbildungsbetrieb ab 1. Januar 2015 reibungslos laufen kann. Als die ersten Flüchtlinge kamen, war ein Lehrgang für die angehenden Polizeibeamten praktisch zu Ende. Das schaffte Luft.

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