VHS-Zertifizierung bringt Neuerungen

Stolz auf die Urkunde: (v. l.) VHS-Leiter Josef Lieneke, der Zweckverbandsvorsitzende, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, die Qualitätsmanagementbeauftragte Annegret Weber mit dem Zertifikat sowie die weiteren VHS-Mitarbeiterinnen Annette Klos-Steudel, Marianne Schmidt, Katrin Scholz, Martina Stroink-Nüst, Sabine Krümmel und Birgit Rotzsch.

Gegenwärtig erhält die VHS aus Düsseldorfer Kassen mehr als 150 000 Euro im Jahr. Die Zertifizierung besagt, dass die Volkshochschule bestimmte Qualitätsanforderungen einhält.

VHS-Leiter Josef Lieneke geht es dabei nicht nur um das Geld aus Düsseldorf. Vielmehr habe die Volkshochschule auch deshalb ihre Abläufe überprüft, um effektiver, zielstrebiger und ressourcenschonender arbeiten zu können. Ziel sei ferner eine höhere Kundenzufriedenheit.

Lieneke betonte, die Zertifizierung sei ein Qualitätsnachweis. So etwas habe längst nicht jede Weiterbildungseinrichtung zu bieten.

Im rund 15 monatigen Zertifizierungsprozess habe sich manches als bewährt erwiesen, erläuterte der VHS-Chef. Es gebe aber auch zahlreiche Neuerungen.

So sei das Teilnehmermanagement komplett verändert worden, um es schlanker zu machen. Die Dozenten bei VHS-Kursen bekämen mehr Verantwortung übertragen und würden freier in der Ausgestaltung ihrer Angebote. Weiter nannte Lieneke die Einführung eines festen Beschwerdemanagementsystems, nach dem auf jede Kritik binnen fünf Tagen reagiert werden muss, und eine systematische Teilnehmerbefragung im eineinhalbjährigen Rhythmus.

Die Zertifizierung (für die Fachleute: nach DIN EN ISO 9001:2008) hat rund 6500 Euro gekostet. Sie gilt für drei Jahre, bei jährlichen Überprüfungen.

Vorgenommen hat sie die Zertifizierungsgesellschaft der Deutschen Wirtschaft „Certqua“. Die Prüfer waren Mitte April zu ihrer Abschlusskontrolle in der VHS-Zentrale an der Kirchstraße. Ergebnis des Verfahrens ist ein öffentlich zugängliches Qualitätsmanagement-Handbuch.

Annegret Weber hat die Zertifizierung aufseiten der VHS federführend bereut, nachdem sie dafür geschult worden war. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (CDU) dankte in seiner Eigenschaft als VHS-Verbandsvorsteher allen Mitarbeitern für ihren Einsatz.

Er hob hervor, die Zertifizierung sei kein Selbstzweck. Vielmehr gehe es darum, öffentlichkeitswirksam deutlich zu machen, dass die heimische Volkshochschule ein qualitativ hochwertig arbeitender Weiterbildungsbetrieb sei.

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