Vegetarier fühlen sich fit ohne Fleisch
Den Stammtisch mit vegetarischem Essen genießen im Holter Schloßkrug (v. l.) Heidrun Vila von-Hoff, Doris Ehlebracht, Wolfgang Ruwe, Kornelia Sykosch, Gerd Meier, Heike Boeckhaus sowie Uwe und Heike Domres.

Eingeladen hatte dazu Heidrun Vila von-Hoff. „Ich bin begeistert, dass es geklappt hat. Wir waren uns alle sofort sympathisch“, sagt sie, bevor das Essen serviert wird. Auf keinem der Teller findet sich eine Spur von Fleisch.

Jeder der Anwesenden verzichtet aus individuellen Gründen darauf. Bei dem einen ist es der Wunsch, Ressourcen zu schonen. Andere wollen die Massentierhaltung nicht unterstützen, und wieder andere wollen sich einfach gesund ernähren und haben mit der Zeit festgestellt, dass ihnen die fleischlose Ernährung gut bekommt.

„Eigentlich vertrauen wir nur unserem Urinstinkt. Ich glaube, der Spruch: Du bist, was du isst, beinhaltet ein großes Stück Wahrheit“, sagt Heidrun Vila von-Hoff. Beim ersten Stammtischtreffen kommen die acht Teilnehmer schnell ins Fachsimpeln.

„Uns verbindet die Nähe zur Natur. Außerdem achten wir unsere Lebensmittel. Wir wollen wissen, wo sie herkommen, wie sie produziert wurden und wo sie gewachsen sind“, sagt Uwe Domres, der sein Gemüse selbst im Garten anbaut. „Rohkost ist echte Heilnahrung“, fügt er noch schnell hinzu. Seine Frau Heike, die ebenfalls seit drei Jahren überzeugte Vegetarierin ist, hat ihren Mann begleitet und weiß, wie man auch ohne Fleisch die leckersten Gerichte zubereitet und sich prächtig fühlt.

„Wir kennen das nicht, dass wir nach dem Essen träge und müde werden“, sagt Heidrun Vila von-Hoff. „Das muten wir unserem Körper nicht zu, denn er muss unendlich viel leisten, eine schwere Mahlzeit zu verdauen. Diese Energie nutzen wir lieber für schöne Dinge.“

Die Vegetarierin rät anderen, es einfach mal ohne Fleisch zu probieren. „Ich bin schon als Kind ohne Fleisch aufgewachsen. Heute besteht mein Frühstück aus grünen Smoothies. Das sind zum Beispiel Bananen, Äpfel, Salat, ein Minzeblatt und andere ähnliche Zutaten, die ich püriere und trinke. Danach bin ich fit und satt. Süßigkeiten, an denen ich früher nicht vorbeigehen konnte, haben ihren Reiz völlig verloren. Mein Körper braucht es nicht mehr“, erzählt Heidrun Vila von-Hoff. „Auch bei uns ist das Fleisch so gut wie ganz vom Speiseplan verschwunden, weil wir es einfach nicht mehr vertragen und deshalb nicht mehr essen“, sagt Kornelia Sykosch.

Weitere Interessierte sind bei dem Stammtisch willkommen. Anmeldungen werden unter Telefon 05207/920120 entgegengenommen. „Langfristig wäre mein Wunsch, dass man in Schloß Holte-Stukenbrock wie in vielen deutschen Städten einen sogenannten Veggie-Tag wöchentlich einlegt, zum Beispiel in Ganztagsschulen, Kindertagesstätten, Kantinen und Restaurants. Sicherlich käme es der Gesundheit aller zugute“, sagt Heidrun Vila von-Hoff.

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