Vergiftete Pausenbrote: Zwei Opfer sagen aus
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Der Angeklagte sitzt mit einer Mappe vor dem Gesicht im Gerichtssaal neben seinen Verteidigern, Christina Peterhanwahr und Henning Jansen. Der Mann soll mehrere seiner Arbeitskollegen über Jahre in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten vergiftet haben.
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Im Prozess um vergiftete Pausenbrote in einem Betrieb in Ostwestfalen sagen am Montag zwei ehemalige Kollegen des Angeklagten aus. Die beiden Männer sind zwar schwer an den Nieren erkrankt, können aber aussagen. Ein drittes Opfer liegt seit Jahren mit schweren Hirnschäden im Wachkoma.

Drei Jahre lang unbemerkt Gift verstreut

Die Anklage lautet auf versuchten Mord sowie schwere und gefährliche Körperverletzung. Angeklagt vor dem Landgericht Bielefeld ist Klaus O., ein 57-jähriger Schlosser. Der Deutsche soll von 2015 bis 2018 hinter dem Rücken der Kollegen in dem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock giftige Pulver, darunter Bleiacetat und Quecksilber, auf deren Pausenstullen gestreut haben.

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Klaus O. seine Opfer beim langsamen körperlichen Verfall beobachten wollte. Geäußert hat er sich zu den Vorwürfen bislang nicht.

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