Vocalissimo entfacht Weihnachtszauber
Bild: Fortmeier
Am zweiten Weihnachtsfeiertag begeisterte der Repertoirechor Vocalissimo unter der Leitung von Jessica Walden in der St.-Heinrich-Kirche.
Bild: Fortmeier

Unter der Leitung der ausgebildeten Opern- und Konzertsängerin Jessica Walden beeindrucken die 24 Sängerinnen und Sänger. Mit einem viele hundert Jahre alten Dreiklang-Andachtsjodler ziehen sie ehrfürchtig in die Kirche ein. „Dieser schlichte Gesang soll die Konzertbesucher so meditativ auf das Konzert einstimmen, wie er die Menschen auch im österreichischen Raum in den Messen begleitet“, erklärt Walden die Besonderheit dieses Gesangs, der ein offenes Ende hat.

Die Solisten werden musikalisch beeindruckend von der Organistin Dörte Michalowski aus Gütersloh-Avenwedde begleitet, deren Hände förmlich über das Manual tanzen. Nach dem Eingangslied „Weiße Flocken sinken“ liest Pastor Dietmar Walther das Evangelium nach Lukas. Der erste große Beifall erschallt, als die Sopranistin Andrea Kläsener und Ute Mühlenkord (Altstimme) das Lied „Er weidet eine Herde“ (aus dem Messias) von der Orgelbühne singen.

Mit Gänsehaut-Gefühl

Der Chor fasziniert mit seinen geübten, klaren Stimmen auch bei den bekannten Weihnachtslied-Klassikern. Spätestens als das Lied „Maria durch den Dornwald ging“ mehrstimmig in der Kirche erklingt, erleben alle den Zauber des Weihnachtsfests. In Latein erklingt das „Adeste fideles“. Gern folgen die etwa 350 Besucher aller Altersgruppen der Aufforderung der Chorleiterin: „Jetzt dürfen Sie mitsingen, aber nur in unserer Tonart.“„O, du fröhliche“ erklingt. Die Zugabe „Ave Maria Glöcklein“ wird so schnell niemand der Zuhörer vergessen. Ein Gänsehaut-Gefühl kommt auf. Es erklingt nicht nur mehrstimmig, sondern aus 5 Winkeln der Kirche, in die sich die Chormitglieder zum Gesang verteilt haben.

Mit stehenden Ovationen und einem nicht enden wollenden Applaus bedankt sich das Publikum für die 22 ergreifenden, musikalischen Weihnachtsgeschenke, die kein Geschenkpapier benötigen und doch so wertvoll sind. Nach dem Konzert sagt Petra Hesselmann: „Das ist so unter die Haut gegangen“ und spricht damit für viele Konzertbesucher.

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