Volle Stelle für Mobilitätsmanager
Klare Ziele: Mit der Umsetzung seiner Mobilitätsstrategie will der Kreis langfristig den Autoverkehr reduzieren. Stattdessen sollen mehr Menschen als bisher Busse und das Fahrrad nutzen oder zu Fuß gehen.

So beschloss es der Ausschuss am Ende sogar einmütig, weil auch SPD und Grüne zustimmten. „Uns ist der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach“, erklärte Klaus Tönshoff (SPD) auch im Namen der Grünen. Beide Fraktionen sind nämlich nicht unzufrieden, schließlich stand zunächst der Vorschlag der Verwaltung im Raum, die Stelle des Mobilitätsmanagers nach dem Weggang von Hennig Korte nur noch zur Hälfte wieder zu besetzen.

Befristung für drei Jahre

Kurz nach dem Antrag von SPD und Grünen auf Fortführung der vollen Stelle schwenkte die Verwaltung um. Bereits im Umweltausschuss am 23. Januar erklärte Dezernent Frank Scheffer den Sinneswandel vor allem mit möglichen Projekten im Rahmen der Regionale 2022, bei der Mobilität ein wichtiges Thema ist. Die Bürgermeister hätten dabei um Unterstützung gebeten. Hinzu kämen die Vorhaben aus der Mobilitätsstrategie des Kreises.

Regionale-Projekte im Auge

Anders als Dezernent Frank Scheffer haben SPD und Grüne Sorge, bei einer auf drei Jahre begrenzten Stelle nicht genügend qualifizierte Bewerber zu bekommen. „Wir werden den neuen Mobilitätsmanager auch länger beschäftigen können“, warb Birgit Niemann-Hollatz für einen Verzicht auf die zeitliche Einschränkung. Wie die Vertreterin der Grünen sah Fritz Spratte (SPD) Handlungsbedarf bei der Umsetzung der Projekte der Mobilitätsstrategie („Von 39 Maßnahmen laufen 10“) und der Regionale.

Hoffen auf qualitativ gute Bewerber

Mit CDU und AfD war die unbefristete Stellenausschreibung aber nicht zu machen. Vor allem Heinz Bünnigmann (CDU) wetterte gegen ein solches Vorgehen. „Wir können doch nicht gleich eine Stelle bis zur Rente schaffen“, sagte der Harsewinkeler. Die Befristung werde sich auf die Qualität der Bewerber nicht auswirken. Im Übrigen, betonte Bünnigmann, müsse man bei der Regionale „genau hinschauen, damit da nicht Geld verplempert wird“. Das Votum für die befristete Ausschreibung verband der Ausschuss schließlich mit der Maßgabe, nach drei Jahren zu schauen, wie sich die Arbeit entwickelt hat.

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