Vollgas für schnelles Internet im Kreis
Bild: Neitemeier
Noch gibt es viele Bereiche im Kreis Gütersloh, in denen es keine schnellen Internetverbindungen gibt. Unter der Regie der Infokom mit Geschäftsführer Andreas Poppenborg soll ein Masterplan zur möglichst schnellen Verbesserung der Breitbandversorgung aufgestellt werden.
Bild: Neitemeier

Mit ihm wollen Kreis und Kommunen Internetverbindungen im Schneckentempo, wie sie heute vielerorts aus wirtschaftlichen Gründen noch alltäglich sind, möglichst schnell die rote Karte zeigen. Einige Kommunen wie beispielsweise Verl, Harsewinkel und Rietberg sind bereits am Ball.

Infokom erstellt Masterplan

Doch durch eine konzertierte Aktion aller Städte und Gemeinden sowie des Kreises kann und soll die Verbesserung des Breitbandnetzes forciert und aufeinander abgestimmt werden. „Die Kommunen haben erkannt, dass es sich um ein regionales Thema handelt und man gemeinsam vermutlich mehr erreichen kann. Telefon- und Datenkabel hören nun einmal nicht an der Gemeindegrenze auf“, sagt Andreas Poppenborg, der Geschäftsführer der Infokom Gütersloh.

Der heimische Zweckverband, ein kommunaler Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik, soll den Breitband-Masterplan für den Kreis auf Initiative von Landrat Sven-Georg Adenauer auf den Weg bringen. Am 3. April werden im Infokom-Verwaltungsausschuss endgültig die Weichen für das anspruchsvolle Projekt gestellt. Unter anderem geht es um die Frage, welche Kommunen mitmachen und welche nicht. „Es sieht ganz gut aus. Unabhängig von eigenen Initiativen werden wohl alle dabei sein“, sagt Poppenborg, im Hauptberuf Mitglied der Geschäftsleitung von Regio IT mit Hauptsitz in Aachen. An dieser Gesellschaft ist der Infokom-Zweckverband zu 15 Prozent beteiligt.

Glasfaserkabel statt Kupfer-Leitungen

Kuper-LeitIm Verwaltungsausschuss geht es ferner um die Finanzierung des rund 90 000 Euro teuren Gutachtens. Übertragungsraten von weniger als einem Megabit pro Sekunde gibt es mancherorts im Kreis, 16 Megabit sollten es mindestens sein. Gewerbe und Industrie, die aufgrund eigener Investitionen heute zum Teil schon über schnelle Internetverbindungen verfügen, setzen auf 25 oder noch besser auf 50 Megabit. Das schaffen die alten Kupfer-Telefonleitungen nach Angaben von Andreas Poppenborg nicht, zumal wenn viele Nutzer gleichzeitig im Netz unterwegs sind.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 19. Februar.

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