Vom Kinderstar zum gefeierten Showmaster
Auf Tuchfühlung: Florian Silbereisen sucht bei seinen Shows immer wieder den Kontakt zum Publikum. Auch in Halle ließ er es sich nicht nehmen, eine Zuschauerin an seine Seite zu holen.
Auf Tuchfühlung: Florian Silbereisen sucht bei seinen Shows immer wieder den Kontakt zum Publikum. Auch in Halle ließ er es sich nicht nehmen, eine Zuschauerin an seine Seite zu holen.

Keine Frage, dass das Multitalent aus Bayern dieses Jubiläum mit einer Tournee und vielen Gästen feiert. 40 Stationen stehen auf dem Programm. Eine davon ist Halle. Am Freitag hat Silbereisen mit seinem „Frühlingsfest der Überraschungen“ auf der Bühne im Gerry-Weber-Stadion Station gemacht. 3400 gut aufgelegte Fans haben kräftig mitgefeiert. War die Stimmung zunächst noch ein wenig unterkühlt, so ging spätestens nach den glamourösen, temperamentvoll servierten Auftritten des Fernsehballetts des MDR die Post ab. Zu Gast: Künstler wie Stefan Mross und Margot Hellwig, die den Jubilar in den letzten 20 Jahren begleitet haben. Da wurde über „alte Zeiten“ geplaudert, von ungewöhnlichen Begegnungen mit Stars erzählt und Legenden wie Maria Hellwig und „Jopi“ Heesters ein musikalisches Denkmal gesetzt. Kurz: Im Fokus des Festes stand die Erinnerung an die vielen emotionalen und lustigen Höhepunkte seiner Shows.

Heidis Erben

Stimmung war angesagt. Dazu trug das mit viel Edelmetall dekorierte Nockalm-Quintett aus Kärnten, ebenso bei wie Strongman Oliver Gratzer und die drei kessen Partymäuse, die als „Heidis Erben“ singend über die Bühne hüpften. Interessant: Neuentdeckung Claudia, die einen Celine-Dion-Song präsentierte. Besonders gefiel die quirlige Maite Kelly, die sich offensichtlich mit Charme und Temperament auch in Florians Herz getanzt hat. „Mit der Tanzerei habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt“, so die Künstlerin und zelebrierte ihren Hit „So wie man tanzt, so liebt man“.

Wiedersehen mit Wencke Myhre

Gefreut hatten sich die Besucher auch auf ein Wiedersehen mit Wencke Myhre. Von ihrer Krebserkrankung genesen stand die Sängerin und Entertainerin wieder auf der Bühne. „Da bin ich ganz in meinem Element“, verriet sie und hatte ihre Lieder von „einst im Mai“ mitgebracht. Da ging es nicht nur um das legendäre knallrote Gummiboot und den Andy, der pleite ist: Während Myhre den Gassenhauer „Er steht im Tor“ schmetterte, flogen Fußbälle durchs Stadion. Das machte richtig Spaß. Im Duett mit Silbereisen bewies die Norwegerin dann auch ihre Qualitäten als Musicalsängerin.

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