Vom Untypischen am Typischen

 Die Mitglieder der Gruppe 13 haben ihn jetzt vielseitig interpretiert. In Bildern, Skulpturen, Glas- und Lichtobjekten beziehen sie dazu künstlerisch Position. Zu sehen sind  ihre  „Typen“ in der Jahresausstellung des Kunstvereins, die am   Freitag, 31. August, im Clarholzer Haus Samson eröffnet wird. Beginn der Vernissage: 20 Uhr.

„Es gibt sie in jeder Variante“, sagt Erika Rawaschda. Sie sind liebenswert oder arrogant, selbstsicher oder ängstlich, aggressiv, schräg oder durchgeknallt. Kurz: Menschen, die uns täglich begegnen, mit denen wir zusammenleben oder die uns zufällig über den Weg laufen.“ Rawaschda hat die Spezies erweitert und präsentiert auch imaginäre Typen aus dem Weltall. Außerirdische, denen sie ein menschliches Aussehen gegeben hat.

Barbara Davis geht es in ihrer Malerei um Persönlichkeitsmerkmale. In einer Serie von Masken stellt sie unter Titeln wie „Der Leidende“ oder „Der Kreative“ menschliche Charakteristika heraus. Um Eigenschaften geht es auch Marietheres Konietzny. „Was macht einen Typ zum Typ?“, fragt sie und hat Skulpturen („Der Blaublütige“, „Der Rätselhafte“) mitgebracht, bei denen ein Augenzwinkern erlaubt ist. Immer für etwas Neues gut ist Marieta Bonnet.

Die Ausstellung „Typen“ läuft bis zum 21. Oktober im Haus Samson in Clarholz. Öffnungszeiten: mittwochs, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr.

Näheres im Internet unter  www.kunstverein-gruppe13.de

In ihren Karikaturen nähert sie sich ironisch und mit lockerem Strich dem Thema Ihre Inspirationsquelle: Der bekannte Karikaturist Peter Gaymann.

Läufer und Walker hat Katrin Boidol beim letzten „Run & Roll-Day“ festgehalten, einer Veranstaltung, die den Bielefelder Ostwestfalendamm einmal im Jahr zu einem Paradies für Sportler macht. Weiteres Thema der Hallerin sind Tuschezeichnungen, die Porträts mit typischen ethnischen Gesichtszügen zeigen.

 Oliver Fleger hat sich mit der Kamera auf die Lauer gelegt und aus diesem Fundus seine später in Aquarell umgesetzten Motive, darunter „Der Dicke mit Handy“, ausgesucht. Während bei Christiane und Rotger Snetlage subtil gestaltete alte Flaschen zu schrägen Typen mutieren, geht es in den Frauenporträts von Sandra Garfias nicht um Äußerlichkeiten sondern um das „Geheimnisvolle des Inneren“.

Undurchsichtig kommen auch die Typen daher, die Wilfried Weihrauch in seiner abstrakten Malerei weiterentwickelt hat. Keine Frage, es gibt viel zu entdecken in dieser eher untypischen Ausstellung.

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