Walter Hempelmann tritt wieder an
Bild: Poetter
Superintendent Walter Hempelmann hat Freude an seiner Arbeit und kandidiert erneut für das Spitzenamt im Kirchenkreis Halle. Die Synode tagt am kommenden Montag im Gemeindehaus an der Ravensberger Straße in Versmold.
Bild: Poetter

Der Pfarrer leitet den Kirchenkreis Halle seit 1999 und wird vom Nominierungsausschuss zur Wiederwahl für zwölf Jahre vorgeschlagen. Personelle Alternativen gibt es nicht. „Ich habe das gern gemacht und mache das auch gern weiter“, sagt der 55-jährige Theologe.

Den Kirchenkreis in gemeinsamer Verantwortung mit dem Kreissynodalvorstand zu leiten und ihn nach außen hin zu vertreten, Seelsorger und Berater der derzeit 27 Pfarrerinnen und Pfarrer zu sein und sich gemeinsam den Fragen der Zukunft zu stellen – das sei eine spannende Aufgabe gewesen, betont der Superintendent. „Da hat es keine Hinterzimmerintrigen gegeben. Die Arbeit in den Gremien war vielmehr stets geprägt durch ein gutes und verlässliches Miteinander.“ Für das erlebte Vertrauen stünden zwei Namen, so Hempelmann: Margret Rüter als Vorsitzende des Finanzausschusses und sein Stellvertreter, Assessor Dirk Leiendecker.

„Wir haben das ganze Haus umgekrempelt“

In seinem bei der Synode als Tischvorlage präsentierten Bericht will der Superintendent an das erinnern, was in den vergangenen Jahren geschehen ist. Dabei denkt er an den Leitbildprozess mit Heidemarie Langer, der letztlich Initialzündung zum ersten Kreiskirchentag war. Richtige Entscheidungen seien aber auch die Fusion der Verwaltungen mit den Kirchenkreisen Brackwede und Gütersloh sowie der Umzug der Verwaltung in die Kreisstadt gewesen. Nicht zu vergessen: die neuen Strukturen im Bereich der Diakonie. Hempelmann: „Wir haben das ganze Haus umgekrempelt.“

Nach den Wahlen wollen sich die Synodalen einmal mehr mit der Kirchenkreis-Konzeption 2015 und ihren Zielen beschäftigen. Dazu gehören Themen wie Gottesdienst, kirchenmusikali-sche Arbeit und Seelsorgeangebote ebenso wie Kinder- und Jugendarbeit sowie die Qualifizierungsarbeit für Ehrenamtliche. Alles sei abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung, so der Superintendent.

Pfarrstellen reduzieren, Immobilien verkaufen

Hempelmann denkt dabei angesichts rückläufiger Zahlen im knapp 50 000 Gemeindeglieder zählenden Kirchenkreis Halle an eine Reduzierung der Pfarrstellen und den Verkauf von kircheneigenen Immobilien. Nicht auf der Streichliste steht die Restaurierung historischer Kirchen. Neben all dem geht es am Montag aber auch um einen Antrag der Kirchengemeinde Steinhagen. Sie möchte, dass die Begrenzung der Mitgliedschaft im Presbyterium auf 75 Jahre nach der Kirchenordnung aufgehoben wird.

SOCIAL BOOKMARKS