Weihnachtskonzert der Kreismusikschule
Bild: Kreyer
Der Kinderchor der Kreismusikschule wusste beim Weihnachtskonzert zu überzeugen.
Bild: Kreyer

Während der feierliche Bläserklang mit „Tochter Zion“ aus der Höhe über den Köpfen verhallt, füllen 70 Streicher die Bühne. Als dann Gesine Blomberg-Laurenz nach einem mitreißenden Dirigat und einem überaus munteren „Froh zu sein, bedarf es wenig“ den Taktstock senkt, ist klar: Das war eine tolle, wohlklingende Leistung. Schnell wird umgeräumt und Gudrun Elpert-Resch, die Leiterin des Kinderchors, erzählt von ihren sing- und tanzbegeisterten 7- bis 15- Jährigen, die gleich danach um Aufmerksamkeit für ihren gelungenen Auftritt bitten. Wer mag sich nicht gern an den jüngsten Sänger und die herrliche Choreographie von Hannah Bissett und Stina Brändel erinnern?

 Weiter ging es mit vollem Bläserklang „In der Weihnachtsbäckerei“. Rolf Zukowskis unverwüstliche Plätzchenback-Hymne wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Schüler gespielt. Voller Erfahrung motivierte Eckhard Vincke die Musiker zu harmonischem Wohlklang, egal ob es dabei um die Jungbläservorgruppe, das Jungbläserensemble oder das Projekt-Blasorchester, das für dieses Konzert zusammengefunden hatte, ging. Am Ende stimmte das Publikum freudig ins „O Tannenbaum“ ein.

„Weihnachtslieder in Suiten verpackt“, wie Musikschulleiter Michael Corßen es formulierte, gab es vom Blockflötenensemble unter der lebendigen Leitung von Marina Girod. Und wenn „The Tired Santa Claus“ dann so herrlich müde daherkam wie im Theater, war das ein Beweis mehr dafür, dass Blockflöten vieles darstellen können und gar nicht langweilig sein müssen. Für ihre Flötenensembles „Flautino“ und „Flautissimo“ hatte sich Beate Gröll ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Mit Glöckchenklang und Felltrommel wurden Stücke aus „Pipers Three“ von Forrest L. Buchtel zum sichtbaren Hörgenuss. Im Holzbläserensemble (Leitung Rüdiger Sperling) dominierten die Erwachsenen. Nichtsdestotrotz erfreute man sich an den mutigen Schülern, die super beim Medley „The Spirit of Christmas“ mitspielten.

Zum Schluss moderierte der vergnügte Schulleiter Corßen auch noch sein eigenes Ensemble „Locofoco“, die Camerata der „Gütersloher Philharmoniker“. Sehr geschrumpft sei die Besetzung, seit die jüngsten Abiturienten weggegangen seien, bedauerte er. Mit Ottorino Respighis Musik präsentierten die verbliebenen elf jungen Streicher „sehr, sehr romantische Musik“, die es – sauber intoniert – an nichts fehlen ließ. Alle Akteure verdienen Riesenanerkennung: die begeisterungsfähigen Lehrer und die fleißigen Schüler – auch für all die vielen Proben.

Niemand konnte sich der vorweihnachtlichen Magie entziehen, die sie gemeinsam auf der Bühne zelebrierten. Insofern bot das Konzert auch keine „Überdosis“ an Weihnachtsmusik, wie Corßen anfangs schmunzelnd befürchtet hatte. Im Gegenteil. Und dafür gab es von den begeisterten Zuhörern im vollbesetzten Theater zu Recht einen Riesenapplau

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