Weltrechte gesichert an Obama-Memoiren
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US-Expräsident Barack Obama und seine Frau Michelle werden ihre Memoiren bei Penguin Random House,  veröffentlichen. Die Weltrechte sicherte sich die zu Bertelsmann gehörende Verlagsgruppe für rund 61 Millionen Euro.
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Die Kaufsumme – laut „Handelsblatt“ rund 61 Millionen Euro (65 Millionen US-Dollar) – für die präsidialen Erinnerungen im Doppelpack ist Rekord. Zum Vergleich: Bill Clinton hatte für die Rechte an „My Life“ (2004) „nur“ 14,2 Millionen Euro erhalten. Sein Nachfolger George W. Bush für „Decision Points“ (2010) schlanke 9,5 Millionen Euro. Auch First Ladies wie Nancy Reagan oder Hillary Clinton haben Penguin Random House ihre Gedanken schon anvertraut – dank lukrativen Verträgen. Die Obamas wollen den Großteil ihres Honorars nach eigenem Bekunden an Wohltätigkeitsorganisationen spenden.

„Mit ihren Worten und ihrer Führung haben sie die Welt verändert, und das jeden Tag. Mit den Büchern, die wir bei Penguin Random House veröffentlichen, bemühen wir uns dasselbe zu tun“, frohlockte Bertelsmann-Vorstand und Buch-Chef Markus Dohle. Er sei „absolut begeistert“. Das Verlagshaus will Dohle zufolge „alles dafür geben, jedes der beiden Bücher zu einem globalen, verlegerischen Ereignis zu machen – von einem Ausmaß und einer Bedeutung, wie sie nie zuvor erreicht wurden.“

Der Coup ist die Krönung einer seit längerem bestehenden Partnerschaft zwischen der Bertelsmann-Tochter und den Obamas. So hatte der Ex-Präsident unter anderem schon „Dreams From My Father“, „The Audadity Of Hope“ und seine letzten Reden in der Verlagsgruppe veröffentlicht. Von Michelle Obama war dort „American Grown: The Story Of The White House Kitchen Garden and Gardens Across America“ erschienen. Mit den Memoiren wolle Penguin Random House auch seine eigene gesellschaftliche Verantwortung vorantreiben und die Obama Foundation unterstützen, betonte Dohle. So werde man im Namen der Obamas eine Million Exemplare der Wohltätigkeitsorganisation „First Book“ spenden, die Kinder aus sozial schwachen Familien mit Büchern versorgt.

Oberstes Ziel des Projekts ist es, allen Kindern den gleichberechtigen Zugang zu Bildung zu eröffnen, indem Bücher und Lernmaterialien zur Verfügung gestellt werden. 2016 hatte Penguin Random House in Kooperation mit dem Weißen Haus die Kampagne „Open eBooks“ gestartet, die die digitale Bildung von Kinder unterstützt.

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