Weniger Arbeitslose in der Region
Erfreuliche Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gesunken - eine positive Auswirkung der trotz Pandemie einsetzenden Frühjahrsbelebung.
Im Kreis Gütersloh waren im März insgesamt waren 9362 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind das 388 Personen oder 4,0 Prozent weniger. Im Vergleich zum März des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 514 Personen beziehungsweise 5,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt im März 2021 4,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,2 Prozent (plus 0,2 Prozentpunkte).

Im Kreis Warendorf wurden im März 7857 Männer und Frauen ohne Beschäftigung registriert, 243 weniger als im Februar. Das entspricht einem Rückgang um 3 Prozent. Die Arbeitslosenquote konnte sich ebenfalls verbessern und lag im März bei 5 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter der Quote im Februar.

Industrie profitiert von globaler Erholung

Nach Einschätzung von Heinz Thiele, Leiter der Agentur für Arbeit Bielefeld, fällt der saisonal typische Rückgang der Arbeitslosenzahl im Kreis Gütersloh im Vergleich zu den Vorjahren überdurchschnittlich deutlich aus. „Die positive Entwicklung in den vergangenen Wochen ist ein deutliches Signal dafür, dass sich der Arbeitsmarkt im Kreis Gütersloh zurzeit von den negativen Auswirkungen der Pandemie erholt. Die Industrie im Kreis Gütersloh profitiert von der globalen Erholung“, konstatierte Thiele. 

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit sei allerdings allein auf den Bereich der Arbeitslosenversicherung zurückzuführen; in der Grundsicherung bewege sich die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Februar horizontal. Hierin zeigen sich besondere Risiken in der Pandemie unter anderen für geringfügig und kurzfristig beschäftigte Menschen sowie für Selbstständige.

Kurzarbeit stabilisiert Lage am Arbeitsmarkt

Auch für Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Warendorf „weiterhin spürbar.“ So liege die Arbeitslosigkeit aktuell noch um 7,9 Prozent über dem Vorjahr. „Wichtig bleibt in diesem Zusammenhang weiterhin die Kurzarbeit. Sie verhindert nach wie vor Entlassungen und stabilisiert die Lage am Arbeitsmarkt“, unterstrich der Agenturchef. 

So stieg nach aktuellen Hochrechnungen die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit mit dem zweiten Lockdown im November erneut an. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster waren in diesem Monat insgesamt 1850 Betriebe mit 12.889 Beschäftigten in Kurzarbeit. Das war gegenüber dem Vormonat ein Plus von 493 Unternehmen und 3320 Arbeitnehmer. Im Oktober, vor dem erneuten Lockdown, waren den aktuellsten Daten zufolge im Kreis Warendorf 566 Betriebe mit 4585 Beschäftigten in Kurzarbeit.

Rückgang bei Jugendarbeitslosigkeit

Von der Entspannung am Arbeitsmarkt konnten im März auch Jugendliche und junge Erwachsene profitieren. Die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis Warendorf sank gegenüber dem Vormonat um 24 Personen auf zuletzt 745 arbeitslose unter 25-Jährige. „Im Frühjahr werden typischerweise in einigen Branchen und Berufen neue Mitarbeiter gesucht. Für junge Menschen, die in den vergangenen Wochen ihre Berufsausbildung abschließen, aber nicht im Betrieb übernommen werden konnten, gab es hier Chancen auf eine neue Anstellung“, erläuterte Fahnemann.

Eine ähnliche Entwicklung ist im Kreis Gütersloh zu beobachten. Hier waren im März 868 Arbeitslose unter 25 Jahre alt. Im Februar waren dies noch 103 mehr und im gleichen Monat des Vorjahres 34 mehr arbeitslose junge Menschen. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf minus 10,6 Prozent zum vorherigen Monat beziehungsweise minus 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich.

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