Weniger Arbeitslose trotz Winterwetter
Bild: Neitemeier
Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Gütersloh und in Bielefeld ist im Februar leicht zurückgegangen.
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Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote hatte das nicht. Sie beträgt agenturweit weiterhin 7,2 Prozent (Vorjahr 7,6 Prozent).

Mit der Vorlage der aktuellen Zahlen hat die Bielefelder Agentur für Arbeit am Mittwoch die vor vier Wochen für den Kreis Gütersloh präsentierten Zahlen für den Monat Januar nach oben korrigiert – allerdings ohne ausdrücklichen Hinweis darauf. „In Zusammenhang mit der Übernahme der Betreuung der Langzeitarbeitslosen durch den Kreis Gütersloh im Januar hat es einige Unstimmigkeiten gegeben, die korrigiert werden mussten“, sagte Pressesprecher Franz-Josef Albrecht von der Agentur für Arbeit in Paderborn der „Glocke“ auf Nachfrage.

Quote im Januar 4,9 statt 4,8 Prozent

Danach waren im Januar nicht 9047, sondern 9164 Menschen auf Jobsuche. Die Quote betrug statt der gemeldeten 4,8 tatsächlich 4,9 Prozent. Dieser Wert hat auch im Februar Bestand, obwohl die Zahl der Arbeitslosen zwischen Langenberg und Borgholzhausen um 42 auf 9122 gesunken ist. Ein Jahr zuvor waren es 706 mehr gewesen (5,3 Prozent).

Nicht so stark wie im Kreis Gütersloh hat die Arbeitslosigkeit im Februar in Bielefeld abgenommen. 15 902 Arbeitnehmer sind ohne Beschäftigung (9,9 Prozent), 35 weniger als im Januar und 586 weniger als im Februar des vorigen Jahrs (10,2 Prozent).

Entlastung im Hartz-IV-Bereich

„Vor dem Hintergrund der winterlichen Wetterverhältnisse ist der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit in den vergangenen Wochen durchaus als positive Entwicklung zu bewerten“, sagte Jobst Hilker, der stellvertretende Agenturleiter in Bielefeld. Gleichwohl habe es wetterbedingte Entlassungen gegeben. Negativ hätten sich auf die Bilanz auch jene jungen Menschen ausgewirkt, die nach Abschluss ihrer betrieblichen Ausbildung keine Stelle gefunden hätten.

Entlastung für den Arbeitsmarkt kam laut Hilker vor allem aus dem Bereich der Langzeitarbeitslosen. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger sank, während es wetterbedingt mehr Bezieher von Arbeitslosengeld I gab. Deutlich zugelegt habe ferner die Kräftenachfrage. 1756 Stellen wurden der Arbeitsverwaltung gemeldet, ein Plus von 700 oder 67 Prozent im Vergleich zum Januar.

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