Weniger Sprechzeit bei Schuldnerberatung
Schuldnerberatung: Fachfrau Sandra Fuest von der Diakonie Gütersloh, hier in einer nachgestellten Gesprächsszene.

Die Reduzierung ist darauf zurückzuführen, dass der Kreis künftig wegen rückläufiger Fallzahlen nicht mehr weiter 5,5, sondern nur noch 5 Vollzeitstellen bezuschussen will. Dieses Vorgehen ist zwar noch nicht beschlossene Sache, aber die Zustimmung des Ausschusses für Arbeit und Soziales und die des Kreisausschusses zu dem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung ist sehr wahrscheinlich.

Schließlich wollte der Kreis Gütersloh, wie berichtet, seine Zuschüsse schon in diesem Jahr zurückfahren. Er hat davon aber abgesehen, weil die Träger der Schuldnerberatungen, die Diakonien Gütersloh und Halle sowie der Verein Parisozial und der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer, mit Blick auf langjährig beschäftigte Mitarbeiter einen gewissen zeitlichen Vorlauf für den Stundenabbau benötigten. Der Ausschuss für Arbeit und Soziales berät das Thema nun erneut am Montag, 8. September, ab 15 Uhr im Kreishaus Gütersloh.

„Die im Raum stehende neue Leistungsvereinbarung ist das Ergebnis eines intensiven Verhandlungsprozesses mit dem Kreis“, sagte Jasmin Berg, die Sprecherin des Trägerverbunds der Schuldnerberatungen,  der „Glocke“. „Wir müssen mit dem reduzierten Zuschuss auskommen, auch wenn wir noch Bedarf sehen“, so die Leiterin der Schuldnerberatung bei der Diakonie Gütersloh. Berg kündigte an, dass alle vier Träger ihre Stundenkontingente so kürzen werden, dass insgesamt eine halbe Stelle eingespart wird.

Für die Arbeit der Schuldnerberatungen standen zwischen 2008 und 2013 jährlich 346 000 Euro im Kreishaushalt. Die Personalkosten wurden zu 90 Prozent vom Kreis getragen, hinzu kam eine Sachkostenpauschale von 9000 Euro je Stelle.

An den grundsätzlichen Modalitäten soll für die Jahre 2015 bis 2017 nicht gerüttelt werden, lediglich die Zahl der zugrunde gelegten Vollzeitstellen wird um eine halbe auf fünf gekürzt. Dass der Kreis dem Trägerverbund trotz Kürzung weiter jährlich 350 000 Euro überweisen wird, ist auf in der Zwischenzeit wirksam gewordene Tariferhöhungen zurückzuführen.

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