Wenn die „Brasilianer der Senne“ feiern
Bild: Fortmeier
Das Männerballett hatte die Lacher auf seiner Seite.
Bild: Fortmeier

Ein Paradebeispiel dafür lieferte Bauchredner Mario Reimer. Sein „Herr Schulze“ konnte gar nicht genug bekommen von der Frau des Bürgermeisters, die direkt vor ihm saß. „Natascha, was bist du schön. Meine Hormone tanzen Salsa. Willst du Nüsse?“, fragte der Komiker und hatte dabei auch das Publikum im Gasthof Zur Post im Visier.

Bauchredner zieht Publikum in seinen Bann

Nein, Nüsse wollten die Gäste nicht, und auch die Frau des Bürgermeisters lehnte höflich ab. Zum Glück, denn nur Minuten später stellte Herr Schulze klar: „Ich liebe Ferrero Küsschen, aber ich kann die Nüsse nicht mehr beißen.“

Und er verriet: Er habe soeben blecherner Hochzeit gefeiert: „60 Jahre Essen aus der Konserve.“ Dazu habe er seine Hilde mit einer Kette und einem Mantel beglückt. „Reparieren muss sie das Fahrrad aber selbst.“

„Schön, dass ihr alle so toll verkleidet gekommen seid, so bunt, so blau.“ Mit diesen Worten hatte der Vorsitzende des Stukenbrocker Karnevalsvereins Dietmar Gerts die bunt kostümierten Gäste und insbesondere das himmelblaue Fünfgestirn begrüßt. „Eigentlich hatten wir für unseren Bürgermeister Hubert Erichlandwehr das Bundesverdienstkreuz beantragt, aber es wurde leider abgelehnt“, erklärte er. Begründung von höherer Stelle: „Ihr Bürgermeister konnte kein Schwarzkonto in der Schweiz vorweisen.“

Fast vierstündiges Programm

Mit einem fast vierstündigen Programm voller Spannung und mit vielen Kuriositäten hielten die Akteure die Gäste und deren Lachmuskeln auf Trab. Allen voran „Heini“ (Simon Oekenpöhler), der soeben den Generationenvertrag unterschrieben hatte. Der besagt, dass jeder wohlhabende Junggeselle drei Rentner bei sich aufzunehmen habe. Dementsprechend kam er mit Lothar Koken und Marlies Brink im Schlepptau daher. Doch, wo war Nummer drei? „Die Hilde Brechmann ist mir bei Buschkühle bei der Autogrammstunde eines Stars abhanden gekommen“, erklärte Heini.

 In all dem Trubel ging eins aber nicht unter: die Ehrennadel des Stukenbrocker Karnevalsvereins. Ein Jahr hat Günter Antpöhler sie mit Argusaugen als seinen Schatz gehütet, bevor sie am Samstag dem nichts ahnenden und völlig überraschten Thorsten Antpöhler überreicht wurde.

Mehr zur Prunksitzung lesen Sie auf der Seite Schloß Holte-Stukenbrock in der „Glocke“ vom 3. März.

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