Wenn es auf A 33 zur Katastrophe kommt
Bild: Eickhoff
Ein Gefahrguttransporter verunglückt, und mehrere Fahrzeuge fahren in die Unfallstelle: Das Szenario der Katastrophenschutzübung des Kreises auf dem noch nicht freigegebenen Teilstück der A 33 band zahlreiche Feuerwehrleute.
Bild: Eickhoff

„Man merkt, dass es nicht die erste Übung in diesem Bereich ist“, zeigte sich Einsatzleiter Christian Herden mit dem Verlauf zufrieden. „Die Zahnräder greifen gut ineinander.“

Einsatzfahrzeuge treffen im Sekundentakt ein

Das Unfallszenario: Nach einem Bremsmanöver eines Gefahrgut-Lastzugs fahren mehrere Autos in die Unfallstelle. Menschen werden eingeklemmt. Das Gefahrgut tritt aus. Rund zwei Dutzend Mimen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) spielen die Verletzten, schreien vor Schmerz und laut um Hilfe. Nachdem der erste Rettungswagen eintrifft und eine Rückmeldung abgibt, kommen im Sekundentakt weitere Einsatzfahrzeuge zur Unfallstelle.

Christian Herden unterteilt den Einsatz in vier Abschnitte. Der erste ist der Gefahrenbereich. Dort wird sich um die (technische) Rettung der Unfallopfer aus dem Gefahrenbereich gekümmert. Im zweiten Abschnitt wird der Gefahrstoff gemessen und erkundet. Und von dort wird auch die Warnung an die Bevölkerung abgeben.

Der dritte Abschnitt ist die Dekontamination – sowohl der Verletzten als auch der Einsatzkräfte. Der vierte Abschnitt umfasst den rettungsdienstlichen Bereich mit Sichtung und Katalogisierung der Verletzten, Behandlung an der Unfallstelle und Transport ins Krankenhaus – in diesem Fall ins Schulzentrum Masch in Halle. Dort können die Verletzten nach fünf Stunden ihr Kunstblut wieder abduschen.

Zahlreiche Hilfsorganisationen an Übung beteiligt

Außer den vier Löschzügen der Stadt Halle sowie dem ABC-Zug des Kreises Gütersloh, der sich aus Fahrzeugen verschiedener Löschzüge zusammensetzt, war beispielsweise auch der Löschzug Werther in die Übung eingebunden. Die Informations- und Kommunikationsgruppe des Kreises reiste aus St. Vit an.

Medizinisch waren die Leitende Notärztin des Kreises Gütersloh sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst in den Übungsablauf eingebunden. Die beiden Patienten-Transportzüge aus Gütersloh und Herford kümmerten sich um den Transport der Verletzten.

Das Technische Hilfswerk Halle baute mit seinen Helfern die Unfallstelle auf und sicherte die Zufahrten des gesperrten Autobahnabschnitts. Mit den Kollegen aus Bielefeld und Gütersloh wurde zusammen mit den anderen Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe die Verpflegung der Übungsteilnehmer organisiert.

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