Wertkreis bekommt eine neue Verwaltung
Bild: Neitemeier
Fachbesprechung: Architekt Lars Krug (links) mit Bauunternehmer Axel Runschke aus Rheda-Wiedenbrück auf der Wertkreis-Baustelle an der Ecke Hans-Böckler-Straße/Im Heitkamp in Gütersloh. 
Bild: Neitemeier

Das Schnurgerüst lässt die Dimension des künftigen Bürogebäudes der Behindertenwerkstatt erkennen und zeigt deutlich: Die Fläche vor der derzeitigen Verwaltung wird für den kompakten zweigeschossigen Neubau und das gläserne Eingangsfoyer ziemlich ausgereizt. Eine Grünfläche und eine Reihe von Parkplätzen sind weggefallen. Dort beherrschen jetzt Mitarbeiter der Rheda-Wiedenbrücker Bauunternehmung Runschke die Szenerie.

Fertigstellung bis Ende des Jahres

Ursprünglich hatte der Wertkreis mit einem Verwaltungsgebäude direkt an der Hans-Böckler-Straße geliebäugelt und damit die beim Großbrand 2010 entstandene Baulücke schließen wollen. Doch mit dem Investor und Grundstückseigentümer konnte man sich seinerzeit nicht einigen, so dass dort lediglich wieder eine neue Halle errichtet wurde und für die Verwaltung ein neuer Standort nötig war.

Ende des Jahres, so Architekt und Bauleiter Lars Krug aus Hagen zur „Glocke“, soll das 41 Meter lange, 12 Meter breite und 6 Meter hohe Gebäude, dessen Fassade von Glas und anthrazitfarbenen Zementfaserplatten geprägt sein wird, fertig sein. Probleme erwartet der Planer nicht.

2,1 Millionen Euro werden investiert

Sind die Wertkreis-Mitarbeiter umgezogen, schließt sich im nächsten Jahr sofort die Sanierung des bisherigen Verwaltungstrakts an. Innenliegende fensterlose Räume, die aus Platzgründen derzeit als Büros dienen, werden beispielsweise zu Lager- und Archivzwecken umgestaltet.

Rund 2,1 Millionen Euro investiert der Wertkreis – 160 000 Euro mehr als zunächst angenommen, aber deutlich weniger als die 2,4 Millionen Euro der ersten Ausschreibung im vorigen Sommer. Damals waren die Baufirmen ausgebucht, die Preise entsprechend hoch. Die Ausschreibung war daraufhin aufgehoben und ein weiterer Zeitverlust bei diesem Projekt in Kauf genommen worden.

Kein Prunk und Protz

Der zweite Anlauf brachte dann nach laut Lars Krug vertretbaren Abstrichen bei einigen Gebäudedetails das erhoffte günstigere Ausschreibungsergebnis, so dass der Aufsichtsrat vor acht Wochen grünes Licht gab. Der Neubau habe eine gewisse Wertigkeit, verzichte aber auf jeglichen Prunk und Protz, so Wertkreis-Geschäftsführer Martin Henke

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