Wie viel Einkommen zum Leben reicht
Symbolfoto: Pixabay
Auf staatliche Mittel sind Alleinerziehende angewiesen, wenn das Einkommen nicht zum Leben ausreicht.
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Laut Mitteilung aus dem Kreishaus stellt die Abteilung Materielle Hilfen des Jobcenters in regelmäßigen Abständen Modellrechnungen vor. 

Vier Fallbeispiele präsentiert

In vier Fallbeispielen werde unterschieden in Regelbedarf – dazu zählen unter anderem Ernährung, Kleidung und Heizkosten – und Mehrbedarf. Leistungen wie Wohngeld, Kinderzuschlag und Unterhalt würden zunächst nicht berücksichtigt. Eines von vier Bespielen befasst sich mit dem Fall einer alleinerziehenden Mutter mit einem sechsjährigen Kind. 

Das erforderliche Einkommen bei Steuerklasse II, um ohne staatliche Mittel auszukommen, liegt brutto bei 2230 Euro (netto 1611 Euro). Diese Rechnung setzt sich laut Mitteilung wie folgt zusammen: Regelbedarf der Mutter (446 Euro) und der Bedarf eines unter siebenjährigen Kinds (309). Kämen nun noch Miete und Heizkosten hinzu, die je nach Wohnort unterschiedlich sein könnten, lägen die monatlichen Zuschüsse vom Jobcenter bei 1278 Euro. 

Die Realität sieht anders aus

Das sei in der Realität aber oftmals gar nicht umsetzbar. Viele Betroffene könnten nicht voll erwerbstätig sein und bräuchten ergänzende Leistungen. Im Vergleich dazu benötige eine Einzelperson ohne Kind ein Bruttoeinkommen von 1700 Euro (netto 1247 Euro). Bei einem Mindestlohn von 9,50 pro Stunde müsste man 179 Stunden im Monat dafür arbeiten. „Diese Zahlen sollen den Politikern zeigen, dass selbst bei einer optimalen Konjunktur die Zahlen der Ergänzer nicht gegen Null gehen kann“, sagte Kathrin Meister, Leiterin der Abteilung Materielle Hilfen. 

Unterschiede zwischen Aufstocker und Ergänzer

Der Kreis zeigt in seiner Mitteilung den Unterschied zwischen Aufstocker und Ergänzer auf: Bei Aufstockern handelt es sich laut Mitteilung um Personen, bei denen das Arbeitslosengeld nicht für den Lebensunterhalt ausreicht. Sie können zusätzlich Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beziehen. Bei Ergänzern handelt es sich um erwerbstätige Personen, die ergänzende Leistungen beziehen müssen, weil der Lohn nicht für den Lebensunterhalt ausreicht.

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