Winnetou geht in den Ruhestand
Winnetou verabschiedet sich in den Ruhestand: Am 2. September tritt der in Borgholzhausen ansässige Schauspieler Benjamin Armbruster letztmalig als Apachen-Häuptling in Elspe auf.

Am 2. September wird er die Stafette, Pardon, Silberbüchse seinem Nachfolger Jean-Marc Birkholz übergeben. „Glocke“-Mitarbeiterin Ulrike Poetter traf sich auf ein Eis mit Winnetou – um über Vergangenes und Zukünftiges zu sprechen.

„Ich hatte eine tolle Zeit und habe über die Jahre vielen Menschen Freude bereitet. Da fällt es leicht, eine Rolle abzugeben“, ist sich Benjamin Armbruster sicher – und hat auch gleich ein Zitat seiner Mutter zur Hand: „Wenn du mit Herzblut arbeitest, bleibt das im Gedächtnis der Menschen.“

Auf seinen Winnetou trifft das allemal zu. Zweifellos war es für den gebürtigen Rumänen die Rolle seines Lebens. Und doch ist für Armbruster klar: „Bloß keine Reminiszenzen, sondern nach vorn schauen.“ Abgesehen davon, dass er in der kommenden Spielzeit sowohl im Bielefelder als auch im Münsteraner Theater zu erleben sein wird, will er Lasso und Tomahawk ohnehin nicht auf der Prärie verrotten lassen: Auch künftig wird er in Elspe in die ein oder andere Rolle schlüpfen –aber eben nicht mehr als Hauptperson im Rampenlicht stehen. Er möchte auch gern als Co-Regisseur arbeiten, Sprach- und Schauspielunterricht geben und für die Choreografien der Reit- und Kampfszenen zuständig sein. Schließlich ist er ein Schauspieler und Fechtmeister mit Stunterfahrung.

„Ich fühle mich fit, bin konditionell gut in Form“, erklärt er. Dabei macht er über den Eisbecher hinweg deutlich, dass Eleganz und Ausdauer auch etwas mit hartem Training zu tun haben. Sein Tipp: „Treppen laufen, statt den Fahrstuhl zu benutzen.“

Dass in seiner letzten Winnetou-Spielzeit Festspielchef Jochen Bludau noch einmal als Old Shatterhand an seiner Seite steht, empfindet Benjamin Armbruster als wertvolles Geschenk. Und auch über seinen Nachfolger Jean-Marc Birkholz, bekannt aus Fernsehsendungen wie „Polizeiruf 110“ oder „Verliebt in Berlin“, findet er lobende Worte: „Ein sehr sympathischer Mann, der seit fünf Jahren zum Team gehört.“ So spielte er schon als „Bloody Fox“ in „Unter Geiern“ sowie als „Kleiner Bär“ und „Old Firehand“.

Was Armbrusters witzigste Erinnerungen an seine Winnetou-Zeit sind, sowie Wissenswertes über seinen Werdegang lesen Sie in der Gütersloher „Glocke“ vom 14./15.Juli.

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