„Wir kümmern uns“ - Kalender hilft dabei
Bild: Dünhölter
Die Leiter der Frühförderstellen: (v. l.) Heike Mennen (VKM Menschen mit Förderbedarf), Stephanie Borghoff (Lebenshilfe), Angelika de Roos (Kolpingakademie) und Matthias Engelbrecht (SPI).
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Durchschnittlich kommen die Mädchen und Jungen dabei im Alter von 4,1 Jahren mit den entsprechenden Förderstellen zusammen. „Viel zu spät“, findet das Netzwerk Frühförderung, das sich aus den vier Trägern der freien Wohlfahrtspflege zusammensetzt. Um die Kontaktschwelle für Eltern zu senken und ihre Angebote bekannter zu machen, vollziehen die Kolping-Akademie für Gesundheits- und Sozialwesen, die Lebenshilfe Kreisvereinigung, das Sozialpädagogische Institut Gütersloh (SPI) sowie der Vereins für Menschen mit Förderbedarf (VKM) jetzt einen weiteren Schritt. Der „Wirkümmernunskalender 2016“ soll unter dem Slogan „Frühförderung – wir kümmern uns“ die unterschiedlichen heilpädagogischen und interdisziplinären Frühförderungsmöglichkeiten der vier Netzwerkpartner einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen.

Der Erlös der für zehn Euro erhältlichen Kalender im Format 30 mal 42 Zentimeter kommt direkt der Frühförderung zugute. Um das gewünschte Ziel zu erreichen, setzen die Macher im Hintergrund auf die Karte Emotionalität. Zu den Motiven sagt Hergen Bruns, Vorstand des Sozialpädagogischen Instituts Gütersloh, dass sie „Ängste abbauen und die Frühförderung so präsentieren, wie sie ein Besucher wie ich in der Praxis erleben durfte“. Entsprechende eingebaute kleine Textkästen mit Botschaften wie „Ich kann jetzt toll malen“ (Leona, 5 Jahre), „Ich kann jetzt bauen“ (Lewis, 3 Jahre) oder „Wir sind jetzt super Brüder“ (Marlon, 6 Jahre, und Fabian, 5 Jahre) unterstreichen den gewünschten Effekt.

Die Auftraggeber sind glücklich mit dem Werk. Bruns: „Als wir die Aufsteller ausgepackt haben, hat es uns total gepackt. Die Motive gehen sehr nah.“ Das sieht auch der Gütersloher Bürgermeister Henning Schulz (CDU) so. „Sie haben mit dem Kalender ein tolles Projekt auf die Beine gestellt“, sagte der Verwaltungschef. Im Allgemeinen sei die Frühförderung, von der in etwa jedes zehnte Kind profitiere, „eine lohnende Investition in die Zukunft.“

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