„Wir leiten Kita-Mittel sofort weiter“
Bild: Aundrup
Die Kinder der St.-Paulus-Kita in Harsewinkel zeigen auf die Stelle, wo ein Anbau für eine vierte Gruppe errichtet werden soll. Unter anderem für die Verwaltung solcher und ähnlicher Projekte in den Kommunen sowie für die Betreuung der Kindestagespflege benötigt die Kreisverwaltung mehr Personal. Wegen seiner Bedeutung soll der Bereich zudem als eigenes Sachgebiet organisiert werden.
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Das hat Inga Garten, Sachgebietsleiterin in der Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst, am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss versprochen. Eine Drei-Gruppen-Einrichtung könne im Schnitt mit rund 45 000, eine Tagesstätte mit vier Gruppen mit 64 000 Euro rechnen. Die für dieses und das nächste Kindergartenjahr bestimmten Landesmittel werden je nach Gruppenformen und Betreuungszeiten verteilt. Angesichts erheblicher Finanzierungslücken sollen sie Schließungen von Tageseinrichtungen verhindern helfen.

5,5 Millionen Euro vom Land

Konkret vom Aus bedroht sei in der Zuständigkeit des Kreises Gütersloh (alle Kommunen außer Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Verl) zwar keine Tagesstätte, erklärte Garten. Gleichwohl könnten alle Träger die Mittel als Sofortmaßnahme sehr gut gebrauchen. Vor allem fehle Geld für weiteres Personal. Ob das mit dem Rettungszuschuss zu finanzieren sein wird, blieb im Ausschuss offen.

Kreisdirektorin Susanne Koch sagte, sie sei froh, dass das Land „einen reinen Zuschuss gibt und nicht auf eine Kofinanzierung setzt“. Wie die Kita-Finanzierung ab 2019 aussehen wird, steht in den Sternen. Das Land will das Kinderbildungsgesetz bis dahin reformieren. Koch: „Ein ehrgeiziger Zeitplan.“

Kreisverwaltung benötigt mehr Personal

Weil sich die Kindertagesbetreuung auf breiter Front verändert hat, weil statt weniger inzwischen mehr Tageseinrichtungen benötigt werden, auch die Tagespflege weiter gefragt ist und sie für 6000 Kinder zuständig ist, benötigt die Kreisverwaltung in diesem Bereich mehr Personal. Zugleich soll die Organisationsstruktur verbessert werden. Die bisher zu dem großen Sachgebiet Allgemeine Verwaltung/Finanzsteuerung (20 Mitarbeiter, Leitung Inga Garten) gehörende Kindertagesbetreuung soll ein eigenständiges neues Sachgebiet mit etwa acht Mitarbeitern werden. 2,5 davon sind zusätzliche Kräfte, 1,5 für die Tagespflege und eine für die Leitungsfunktion.

Stärkung der Regionalstellen

Darüber hinaus hat die Abteilung eine weitere 75-Prozent-Stelle beantragt, damit die Leitungen der drei Regionalstellen bei Abwesenheit angemessen vertreten werden können. Für zehn Wochenstunden sollen die Fachkräfte dafür von ihren Aufgaben freigestellt werden. Die so wegfallende Arbeit wird über die zusätzliche Stelle kompensiert. Kreisdirektorin Susanne Koch: „Wir sind bei unseren Personalwünschen sehr moderat vorgegangen.“

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