„Wir müssen zu unseren Werten stehen“
Bild: Schumacher
Aktuelle innenpolitische Themen beleuchtete der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach beim Bruderschaftstag der Schützen in der Langenberger Mehrzweckhalle.
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„Ihre Ideale Glaube, Sitte und Heimat sind nicht altmodisch. Wir sind nur selbst schuld daran, wenn andere Religionen stärker werden. Die Deutschen müssen zu ihren Werten stehen“, sagte der Bergisch-Gladbacher in der Langenberger Mehrzweckhalle zu den 750 Schützen aus den 19 Bruderschaften. Seine Verspätung von 45 Minuten machte Bosbach, der in Berlin als Fachmann für die Innenpolitik gilt, mit seiner humorigen Art schnell wett.

Wolfgang Bosbach beeindruckt die Schützen

Von einem Wahlkampfauftritt in Baden-Württemberg kommend, hatte sein Zug in Hamm Verspätung. Mit einem eigenen Shuttle holte die gastgebende Bruderschaft St. Antonius Benteler den Gastredner ab und brachte ihn nach seinem 40-minütigen Auftritt direkt wieder zum Bahnhof. So eilig hatte es Bosbach bei seinen Ausführungen zu aktuellen innenpolitischen Themen nicht. „Wir müssen aber schnell verhindern, dass Konflikte aus anderen Teilen der Erde bei uns ausgetragen werden. Der Terror macht keinen Halt vor Deutschland.“

Die Verteilung der Flüchtlinge auf andere Staaten der Europäischen Union geht Bosbach zu langsam voran. „Wenn das so weiter geht, verteilen wir in 50 Jahren noch Flüchtlinge. In Brüssel werden Milliarden Euros einfacher verteilt als die Menschen.“

Remmel-Pläne bringen Unruhe

Die Langenberger Bürgermeisterin Susanne Mittag kam direkt aus ihrem Urlaub zum Beginn des Besinnungstags der Schützen. „Die Bruderschaften haben in unserer Gemeinde einen hohen Stellenwert. Sie sind fair und hilfsbereit und sollen sich weiter für die Gesellschaft einsetzen“, lobte Mittag das Engagement der Gemeinschaften.

Das Leben der Schützengemeinschaften sieht Bezirksbundesmeister Hans Heitjohann bei den immer höheren Auflagen der Landesregierung gefährdet. „Die Reglementierung macht uns zu schaffen und kostet viel Geld. Der Unfug muss langsam ein Ende haben. Ich hoffe, Minister Johannes Remmel rudert zurück“, sagte Heitjohann gleich zur Begrüßung. Zur Debatte um den Entwurf eines neuen Freizeitlärmerlasses wird es im März ein Treffen von Vertretern der Schützenverbände, Karnevalisten und Schausteller mit dem Minister in Düsseldorf geben. Mit am Tisch sitzt dann auch der Wiedenbrücker Oberst und Rechtsanwalt Hermann-Josef Pierenkemper, der als Justiziar die Belange des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften vertritt.

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