Zahl der Syrer hat sich verdoppelt
Die Auswirkungen der Fluchtbewegung machen sich bei der Zusammensetzung der Bevölkerung im Kreis insgesamt noch nicht besonders bemerkbar. Vereinzelte Gruppen wie Syrer und Iraker sowie Menschen aus Nigeria haben ihren Anteil an dem Kreis der Personen ohne deutschen Pass allerdings deutlich vergrößert.

Das geht aus einer in dieser Woche vom statistischen Landesamt veröffentlichen Übersicht hervor. Tatsächlich dürften kreisweit noch deutlich mehr Syrer leben, als Flüchtlinge sind sie aber noch nicht anerkannt. Der offiziellen Statistik des Landes zufolge hielten sich Ende vorigen Jahres insgesamt 42 126 Ausländer im Kreis auf, rund 11,5 Prozent (NRW: plus 9,5 Prozent) mehr als zwölf Monate zuvor.

42 126 Ausländer leben im Kreis

Die Zuwachsrate bei der Bevölkerung insgesamt (366 602 Menschen) betrug dagegen nur rund 1,5 Prozent. Der Ausländeranteil kletterte um etwa einen Punkt auf rund 11,7 Prozent. 56,3 Prozent der Nicht-Deutschen sind Männer, etwas mehr als 2014.

Die meisten im Kreisgebiet lebenden Ausländer sind weiterhin Polen. Ihre Zahl stieg binnen Jahresfrist um 687 auf 7882 Männer und Frauen. Platz zwei belegen nach wie vor die Türken (6642), auch wenn die Gruppe im Jahr 2015 um knapp 100 Personen abgenommen hat. Zum Teil dürfte das auf Einbürgerungen zurückzuführen sein.

Polen vor Türken und Rumänen

Ende Dezember lebten im Kreis etwa ein Viertel mehr Rumänen als zwölf Monate zuvor. Ihre Zahl stieg von 3814 auf 4795 – eine Folge der Freizügigkeit für EU-Bürger und der Arbeitsmöglichkeiten in der heimischen Fleischindustrie. Gleiches dürfte auch für die Bulgaren gelten, die zahlenmäßig (896) allerdings deutlich hinter den Rumänen zurückbleiben, für die aber eine vergleichbar hohe Steigerungsrate gilt.

Hohe Steigerungsraten auch  Afghanen und Nigerianern

Platz vier in der Ausländertabelle belegen unverändert die 2309 Griechen mit konstant rund 2300 Männern und Frauen. Dann schon tauchen die Syrer in der Statistik auf, die die weiterhin rund 1319 Italiener und etwa 1015 Spanier überholt haben. Knapp unter der 1000-Personen-Marke rangieren die Menschen aus dem Irak, deren Zahl im vorigen Jahr als Folge der Flüchtlingskrise um bemerkenswerte, aber nicht überraschende 35 Prozent zugelegt hat.

Ausländeranteil bei 11,7 Prozent

Gleiches gilt mit einem Plus von rund 90 Prozent für die Afghanen (248) und mit einem Anstieg um 55 Prozent für die Nigerianer (165), auch wenn beide Nationen zahlenmäßig insgesamt nur eine untergeordnete Rolle spielen. Mehr ins Gewicht fallen dagegen die Menschen aus dem Vereinigten Königreich (962, minus 0,8 Prozent) und aus der Russischen Föderation (904, plus 3,3 Prozent).

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