Zensus: 41 000 Menschen werden befragt
Am Montag startet der „Zensus 2011“: Bianca Sell, Leiterin der Erhebungsstelle im Kreis Gütersloh, zeigt den Ausweis, mit dem sich die Interviewer bei der Haushaltsstichprobe ausweisen.

Der Befragungszeitraum dauert vom 9. Mai bis zum 31. Juli. Zirka eine Woche vor dem Besuch sind die Erhebungsbeauftragten als Postboten unterwegs: Sie bringen ein Ankündigungsschreiben, einen Informationsflyer und eine Karte mit einem Terminvorschlag vorbei.

Rund 500 Interviewer sind von Bianca Sell, Leiterin der Erhebungsstelle im Kreis Gütersloh, und ihrem Team geschult worden. „Bei der Haushaltsstichprobe werden im Kreis rund 41 000 Menschen befragt“, erläutert Sell. Gehe man rein rechnerisch von einem Vier-Personen-Haushalt aus, so würden etwa 10 000 Haushalte besucht. Die Erhebun

Was genau die Interviewer in den nächsten zweieinhalb Monaten von den zufällig ausgewählten 41 000 Menschen im Kreis Gütersloh wissen wollen, kann sich jeder auf den Internetseiten des Zensus 2011 ansehen. Dort steht ein Muster-Fragebogen mit den 46 Fragen.

www.zensus2011.de

g unter dem Namen „Zensus 2011“ soll Verwaltungen verlässliche Zahlen und Informationen über die Bewohner des Landes bringen, damit sinnvoll geplant werden kann. Diese Daten dienen auch der Bedarfsplanung im Bildungswesen. Zehn Prozent der Deutschen wurden für die Haushaltsbefragung ausgewählt. Das schreibt das Zensusgesetz vor.

Bianca Sell verweist darauf, dass Auskunftspflicht besteht. Die Bürger, die an den vom Computer ausgewählten Anschriften wohnen, seien gesetzlich verpflichtet, an der Erhebung

Mit Fragen dürfen sich alle Bürger direkt an das Land Nordrhein-Westfalen wenden: E-Mail: gwz.zensus@it.nrw.de; Telefon: 0211/882593693. Auch jede Kommune hat einen Ansprechpartner für den Zensus. Fragen beantworten auch die Mitarbeiterinnen der Erhebungsstelle im Kreis Gütersloh unter 05241/ 852011 (Hotline).

teilzunehmen. „Wenn die Besuchten den Bogen gemeinsam mit dem Interviewer ausfüllen, ist es eine Sache von ein paar Minuten“, betont die Kreisamtfrau. Wachsam zu bleiben hält sie aber für sinnvoll: „Die Zensus-Mitarbeiter führen einen Ausweis mit Siegel bei sich. Und wer möchte, kann den Bogen auch ohne den Interviewer ausfüllen – auf dem Papier oder online am Computer.“

Wer seiner Teilnahmepflicht nicht nachkommt, wird erinnert und dann gemahnt. Auch ein Zwangsgeld ist möglich. „Aber wir sind guter Dinge, auf viel Einsicht zu stoßen“, sagt Bianca Sell. Denn eins sei sicher: Jeder, der einen Handyvertrag abschließe, müsse sehr viel persönlichere Daten preisgeben als beim Zensus. Und die Daten seien bei IT NRW sicherer als beispielsweise bei Anbietern von Spielekonsolen oder Freundeseiten im Internet. Die Daten des Zensus unterliegen der statistischen Geheimhaltung. Nach der Befragung werden die Fakten und die Personendaten wieder voneinander getrennt.

SOCIAL BOOKMARKS