Zensus-Fragebögen bis Ende Juli abgeben
Bild: Neitemeier
Mit Hochdruck werden in der Zensus-Erhebungsstelle in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh gesammelte Grunddaten ins Computersystem übertragen: (v. l.) Doris Hauertmann, Wolfgang Reinsch, Erhebungsstellen-Leiterin Bianca Sell und Renate Knemeyer.
Bild: Neitemeier

Stapelweise warten in der Erhebungsstelle in Rheda-Wiedenbrück Fragebögen darauf, erfasst und mit Listen abgeglichen zu werden. Wenn der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT NRW) in der kommenden Woche weitere Pakete aus dem Kreis Gütersloh erhalten hat, liegen in Düsseldorf die Unterlagen für gut ein Viertel der 9500 ausgewählten Bezirke (Haushalte) zur Auswertung vor.

Bis Ende August soll der „Rest“ der Fragebögen erfasst sein. Bianca Sell, die Leiterin der Erhebungsstelle, ist überzeugt, mit ihrem Team diese Vorgabe erfüllen zu können. Schließlich will der Kreis zur Erfassung von Grunddaten weiteres Personal aus der Verwaltung einsetzen. Allerdings macht derzeit die nicht immer problemlos funktionierende Technik den Zensus-Kräften ab und an einen Strich durch das enge Zeitfenster.

Weitere Recherchen erforderlich

Rund 85 Prozent der Unterlagen der Haushaltsstichprobe im Kreis Gütersloh liegen laut Bianca Sell inzwischen vor. 270 der etwa 350 eingesetzten Interviewer hätten ihre Listen und Fragebögen bereits komplett abgegeben. Die Sonderbereiche (Heime, Gemeinschaftsunterkünfte) seien sogar zu 98 Prozent erfasst.

Bis Ende Juli sollen nicht nur die Interviewer ihre Befragungen abschließen, sondern auch die sogenannten Selbstausfüller sollen bis dahin die Fragebögen zurückgeschickt haben. „Wenn der Termin nicht eingehalten wird, erinnern wir die Bürger an ihre Auskunftspflicht“, so Bianca Sell.

Diese Fälle oder Menschen, die bislang aus verschiedenen Gründen noch nicht erreicht werden konnten, werden das Zensus-Team auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter beschäftigen. Ende April 2012 soll ein Schlussstrich unter die Volkszählung gezogen werden. Bis dahin sind weitere intensive Recherchen erforderlich.

 Denn nicht immer haben die Interviewer unter den angegebenen Adressen auch die beschriebene Situation vorgefunden. Beispielsweise lebten ältere Menschen oftmals inzwischen in einem Heim. Sell: „Der schnelle unproblematische Rücklauf der Fragebögen am Anfang hat uns etwas überrascht. Aber das waren die eindeutigen Situationen. Jetzt bekommen wir zunehmend schwierige Fälle auf dem Tisch, wo wir nachhaken müssen.“

Weitere Informationen zu dem Thema lesen Sie auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ vom 22. Juli.

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