Züchtermedaille in Gold für Sebastian Güth
Bild: Daub-Diekhoff
Auszeichnungen: (v. l.) Kreislandwirt Heiner Kollmeyer, der Landtagsabgeordneten Raphael Tigges, der Landesverbandsvorsitzende Fritz-Dieter Hawes, Sebastian Güth, Wilfried Hunke, Matthias Stroth , der Kreisverbandsvorsitzende Helmut Vorderbrügge und (vorn) die neunjährige Annalena Peitzmeier.  
Bild: Daub-Diekhoff

Außergewöhnlich war die hohe Meldezahl: 213 Züchter, darunter 46 Jugendliche, zeigten etwa 1860 Tiere. Außer Güth wurden auch der Verler Matthias Stroth, der schwarze Zwerg-Australorps vor-führte, sowie Wilfried Hunke aus Gütersloh, der mit schwarzen Zwerg-Rheinländern auftrumpfte, zu Trägern von Kammermedaillen gekürt. Ein großer Wurf gelang Annalena Peitzmeier aus Westerwiehe, denn die Neunjährige konnte für ihre gepflegten Antwerpener Bartzwerge, gold-porzellanfarbig, die Jugend-Kammermedaille einheimsen. Helmut Vorderbrügge begrüßte zur Eröffnung am Samstag rund zwei Dutzend Ehrengäste, darunter den CDU-Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus, den Landesverbandsvorsitzenden Fritz-Dieter Hawes (Versmold), Verls stellvertretenden Bürgermeister Josef Dresselhaus, verschiedene Vertreter von Nachbarkommunen sowie Dr. Bernhard Beneke (Leiter des Kreisveterinäramts), der den verhinderten Schirmherrn Landrat Sven-Georg Adenauer vertrat.

Vogelgrippe in den Niederlanden wieder ausgebrochen

Beneke überbrachte den versammelten Züchtern eine sichtlich bedrückende Nachricht, denn auf einem Gehöft in den Niederlanden ist es zu einem neuerlichen Ausbruch der 2014 festgestellten Vogelgrippe gekommen. Dabei handele es sich um eine „hochpathogene Variante des Virus fünf“. Zigtausende Enten seien schon geschlachtet und eine Aufstallungspflicht in dem Bereich angeordnet worden. Beneke: „Freuen wir uns daher an dem, was wir hier sehen.“ Landesverbandschef Fritz-Dieter Hawes: „Wir können insofern wirklich froh sein, dass wir, bis auf ein paar Taubenschauen im Januar noch, mit den Ausstellungen dieser Saison fertig geworden sind.“ Im Bundesrat, betonte Hawes, werde demnächst die Frage diskutiert, ob statt einer Aufstallung des Geflügels Netze über den Volieren die Tiere vor der Grippe schützen könnten. Hawes: „Wir haben im Bundesrat die neue NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christa Schulze Föcking als Vertreterin und die steht auf unserer Seite.“

Langschwanzhühner erhalten besondere Aufmerksamkeit

Der Bokeler Züchter Heinz Adrian hat am Wochenende mit Genugtuung registriert, dass seine Schützlinge besonders im Blickpunkt standen. Der 62-jährige Postbote hat seit 25 Jahren sein Herz an Yokohama verloren. Es handelt sich um Langschwanzhühner, die in Deutschland vor rund 150 Jahren aus japanischen Ursprungstieren gezüchtet worden sind. „Ihr fasanenähnlicher Aufbau begeistert mich immer wieder neu“, schwärmt Adrian, der je drei Hähne und Hennen vorführte. Mit der Bestnote „Vorzüglich“ für einen weißen Langschwanz – die Federn des im Januar 2016 geborenen und jetzt ausgewachsenen Vogels sind mehr als 50 Zentimeter lang – war der Bokeler sehr zufrieden. Bei der Junggeflügelschau 2017 in Hamm hatte dieser Hahn bereits die Note „sehr gut“ errungen. „Er wird immer besser und darf sich deshalb die nächsten drei Jahre noch fortpflanzen“, erklärt Adrian. Seine Lieblinge stellt er auch am 31. Dezember in der Langenberger Mehrzweckhalle vor. 77 Tiere erhielten als die besten der Schau die Note „Vorzüglich“. Ihre Züchter wurden mit Ehrenbändern sowie Kreisverbands- und Landesverbandsehrenpreisen ausgezeichnet.

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