Zufrieden mit dem Einstieg in die Option
Bild: Neitemeier
Fachbereichsleiter Fred Kupczyk ist mit dem Einstieg des Kreises Gütersloh in die alleinige Betreuung der Langzeitarbeitslosen zum Jahreswechsel insgesamt sehr zufrieden.
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 „Das hat tadellos geklappt“, sagt der Leiter des zuständigen Fachbereichs Jobcenter GT aktiv und freut sich, dass die Zahlung an rund 17 500 Menschen bis auf wenige Ausnahmen („Die gab es auch früher jeden Monat“) reibungslos über die Bühne gegangen ist. Dafür lobt der Fachbereichsleiter seine Mitarbeiter im Jobcenter sowie weitere beteiligte Kreisbedienstete (EDV, Kasse).

Überhaupt ist Kupczyk sehr zufrieden mit der monatelangen Umbruchphase. „Wir haben 25000 Datensätze manuell bearbeitet. Dafür läuft alles recht gut.“ Die Mitarbeiter hätten viele (bezahlte) Überstunden geleistet und bei ihren Urlaubsplanungen Rücksicht auf den „Umbau bei vollem Betrieb“ genommen.

Integrierte Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik

Die Kernkompetenzen der Jobcenter-Kräfte in den Bereichen Leistungsbewilligung, Fallmanagement und Arbeitsvermittlung haben sich laut Kupczyk durch die Option nicht verändert, wohl aber das Drumherum. „Es ist, als ob wir unser Tagwerk plötzlich in einer anderen Sprache verrichten“, beschreibt der Fachbereichsleiter das Spannungsfeld zwischen der neuen Datenverarbeitung und der Zugehörigkeit zur Kreisverwaltung.

In den nächsten Wochen sollen die Arbeitsabläufe im Jobcenter kontinuierlich verbessert werden, um Zeit und Personal für eine intensivere Betreuung der Langzeitarbeitslosen zu gewinnen. Beispielsweise, indem Hartz-IV-Bescheide unter bestimmten Bedingungen länger als die bisher festgezurrten sechs Monate gelten.

Eine „integrierte Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik“ strebt der Kreis mit der Option an – etwas, das bisher im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit oft nicht möglich war. Fachbereichsleiter Fred Kupczyk nennt ein Beispiel: „Auch wenn bestimmte Hartz-IV-Vorgaben bei Jugendlichen erst ab 15 Jahren greifen, können wir mit unserem nachhaltigen Kreisansatz jetzt schon frühzeitig Hilfe beim Übergang Schule/Beruf bieten.“ Jedem dritten Lehrstellensuchenden einen Ausbildungsplatz zu vermitteln, dieses ehrgeizige Ziel will der Kreis in seinem Arbeitsmarktprogramm festschreiben.

Mehr zu diesem Thema auf der Kreisseite Gütersloh in der „Glocke“ am 10. Februar.

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