Zugezogene brauchen keine neuen Schilder
Bild: Neitemeier
Nicht mehr „unverzüglich“ auf „GT“-Kennzeichen umsatteln müssen aus anderen NRW-Regionen in den Kreis Gütersloh gezogene Autofahrer. Ab dem 1. Juli dürfen sie die alten Schilder bis zu einem Fahrzeugwechsel behalten.
Bild: Neitemeier

Denn bislang muss ein Neubürger „unverzüglich“ auf „GT“ umsatteln. „Umzüge innerhalb von Nordrhein-Westfalen sind künftig nicht mehr zwangsläufig mit dem Wechsel des Auto-Nummernschilds verbunden“, sagt Detlef Stieg, der Leiter der Abteilung Straßenverkehr beim Kreis.

Allerdings: Die neue Adresse des Halters muss in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Das bisherige Kennzeichen darf weiter genutzt werden – egal mit welchen Anfangsbuchstaben der 54 amtlichen NRW-Schilder. Von einer wesentlichen Arbeitserleichterung in der Zulassungsstelle und auch von weniger Einnahmen geht Stieg nicht aus. „Die Zugezogene sparen aber halt die Kosten von etwa 30 Euro für zwei neue Kennzeichen.“

22 000 Fahrzeuge von außerhalb umgeschrieben

Die Neuregelung kann zu einem deutlich vielfältigeren Bild in der Schilder-Welt des Kreises führen. Schließlich sind hier im vorigen Jahr rund 26 000 von außerhalb kommende Autos umgeschrieben und mit einem GT-Kennzeichen versehen worden – bei einem kreisweiten Fahrzeugbestand von rund 270 000 Stück. Allerdings kamen nicht alle diese umgemeldeten Wagen aus Nordrhein-Westfalen, für das allein die Neuregelung gilt.

Kreisweit wurden im vergangenen Jahr in die Papiere von 42 000 Fahrzeugen andere Halter eingetragen. Die Gefahr, dass das „GT“ im Straßenbild untergehen könnte, sieht Stieg nicht. Zudem werde es auch Menschen geben, die nach einem Umzug bewusst auf Schilder aus ihrem neuen Wohnbereich setzten. Und auf der anderen Seite fahren Männer und Frauen, die samt Auto dem Kreis Gütersloh den Rücken kehren, an ihrer neuen Wirkungsstätte für die Region zwischen Langenberg und Borgholzhausen Werbung.

Bei anderem Wagen automatisch „GT“

Gleichwohl werden sich diese Gütersloher wie auch die Bochumer und Warendorfer nicht auf Dauer an ihrem alten Autokennzeichen erfreuen können: Sobald der Zugezogene ein neues Fahrzeug anmeldet, erhält er automatisch „GT“. Die Wunschkennzeichenregelung hilft da nicht. Erst kürzlich hatte sich der Kreistag auch gegen die mögliche Wiedereinführung der früheren Kennzeichen „WD“ (Altkreis Wiedenbrück) und „HW“ (Altkreis Halle in Westfalen) ausgesprochen. Die Marke „GT“ sollte nicht verwässert werden.

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