Zur Sommerakademie in den Steinbruch
Bild: Poetter
Holzbildhauer im Bönkerschen Steinbruch unter sich: Teilnehmerin Regina Prizebilla-Voigt lässt sich vom Künstler Bernd Obernüfemann Tipps geben.
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Im vergangenen Jahr hatte Schildmann dem Akademie-Initiator und langjährigen Leiter Günter Schlömann noch über die Schulter geschaut. Jetzt liegt die Organisation der vom Borgholzhausener Verkehrs- und Kulturverein getragenen Veranstaltung allein in ihrer Hand. „Viel Arbeit, die ebenso viel Freude macht“, sagt Schildmann schlicht. Als langjährige Teilnehmerin („Die Holzbildhauerei ist genau mein Ding“) des Kunstevents im idyllisch gelegenen Bönkerschen Steinbruch weiß sie, wie der Hase läuft. Es gibt kleine Verbesserungen der praktischen Art: Der Platz der Bildhauer ist ausgekoffert und mit Kies aufgefüllt worden. Sonst läuft alles wie bisher.

 „Bewährtes sollte man nicht ändern“, erklärt die Borgholzhausenerin und greift zum Glas mit dem eigens für die Sommerakademie kreierten Eistee mit Minze: „Wir wollen in jeder Hinsicht gute Gastgeber sein und den Teilnehmern der Akademie eine besondere, kreative Sommerfrische bieten.“

Die Zahl der Teilnehmer liegt in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Trotzdem ist in einigen Disziplinen noch der ein oder andere Platz frei. Ein Blick ins Internet lohne sich, richtet sich Schildmann an Kurzentschlossene.

Haben die Zelte und Laubengänge in der Vergangenheit für Schutz bei Regen- und Schmuddelwetter gesorgt, so bieten sie bei den derzeit tropischen Temperaturen schattige Plätze. Richtig heiß her geht es für die Teilnehmer des Schmiedekurses „Feuer und Eisen“. „Das Wetter ist mir egal“, sagt Dieter Wolf aus Glandorf, der jedes Jahr dabei ist. Das gilt auch für Renate Berkenkamp. Die Versmolderin hat schon einiges ausprobiert und dabei festgestellt, dass ihr das Arbeiten mit Beton am meisten zusagt.

Vielseitigkeit ist Trumpf im Steinbruch

Wie vielseitig es sich mit Gips arbeiten lässt, zeigen die Exponate von Martina Jürgens und Martina Kettelhoit. Ihre Nixe müsse allerdings noch den letzten Schliff bekommen, sagt die Gütersloherin und greift zum Werkzeug.

Bildhauerei: Unter den offenen Unterständen wird eifrig geflext, gemeißelt und mit dem Hohleisen gearbeitet, was das Zeug hält. Die meisten Bildhauer hätten sich Sandstein ausgewählt, berichtet Beate Krone-Upmann. „Baumberger Sandstein, der ist leichter zu bearbeiten als Speckstein“.

Tipp:  Wer sich noch an der Sommerakademie im Bönkerschen Steinbruch beteiligen möchte, kann sich beim Verkehrsverein Borgholzhausen, Tel. 05425/80766 über freie Plätze und Kosten informieren.
 Vis-à-vis arbeitet Regina Prizebilla-Voigts in Holz. Sie fertigt aus einem Stamm den „Fußballer“. Das Gefäß von Andrea Mense ist dagegen noch im Werden. „Mal sehen, was der Baum hergibt“, sagt die Steinhagenerin und gibt damit auch dem Zufall eine Chance.

Experimentelle Malerei unter der inspirierenden Leitung des Künstlers Johannes Schepp, der Aquarellkursus mit Redzep Memisevic, dem „Maler des Lichts“, die Kurse Zeichnen mit Pastell und Acryl sowie die Möglichkeit, unter Anleitung von Hans Lefeber ein Schmuckstück zu entwerfen und zu fertigen, sind im Angebot. Keine Frage, die Sommerakademie hat viel zu bieten.

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