Zweiter Blitzmarathon im September
Verkehrssicherheitsberater Polizeihauptkommissar Manfred Stockhecke befragt die Schülerinnen und Schüler einer vierten Klasse der Grundschule Steinhagen, um deren Ideen für Kontrollstellen zu notieren.

Knapp ein Jahr nach der erfolgreichen ersten Aktion bremst die Polizei im gesamten Bundesgebiet über alle Ländergrenzen hinweg die Raser – und zwar nach Vorbild der Polizei Nordrhein-Westfalens, wo der Blitzmarathon bereits zum siebten Mal stattfindet. Jetzt nimmt sich die Polizei gemeinsam mit den Verkehrswachten besonders der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen an. Verkehrssicherheitsberater der Polizei Gütersloh befragen daher zur Zeit Schüler im Kreis Gütersloh, an welchen Örtlichkeiten sie sich im Straßenverkehr besonders fürchten. Die genannten Gefahrenpunkte werden ähnlich wie bei den vorangegangenen Blitzmarathons von der Polizei bewertet. Im Rahmen einer „Hitliste“ werden am Tag des Blitzmarathons dort Messstellen postiert. Stellen, die nicht zum Zuge kommen, werden danach im Rahmen der Geschwindigkeitsmessungen der Polizei Gütersloh aufgesucht.

Kinder als Paten dabei

Weiterhin freut sich die Polizei über Kinder und Jugendliche, die an ihren Messstellen als Paten die Kontrollen begleiten – in enger Absprache mit Eltern und Schule – und Autofahrer loben oder tadeln. Flächendeckend werden im gesamten Kreisgebiet an mehreren Messstellen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, die von Beamten der Kreispolizei und durch Mitarbeiter der Kommunen besetzt werden. Die genauen Örtlichkeiten werden rechtzeitig vor dem 18. September bekannt gegeben. Das Motto der Aktion „Respekt vor Leben – Ich bin dabei!“ soll jeden Verkehrsteilnehmer daran erinnern, dass er durch zu schnelles Fahren die Gefahren für Leib und Leben dramatisch erhöht.

Geschwindigkeitsniveau senken

Landrat und Behördenleiter der Kreispolizeibehörde Gütersloh Sven-Georg Adenauer: „Bei diesem Blitzmarathon nehmen wir uns die Ängste und Sorgen unserer Kinder und Jugendlichen im Kreis zu Herzen. Wir möchten, dass sie sich im Straßenverkehr sicher bewegen können.“ Dabei geht es der Polizei nicht darum, einzelne Verkehrsteilnehmer auszusortieren, sondern darum, das Geschwindigkeitsniveau insgesamt kontinuierlich zu senken, erläutert Karsten Fehring, Leitender Polizeidirektor.

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