Buchhandlung Markus feiert 25-Jähriges
Bild: Pieper
Starkes Programm zum Silberjubiläum: Elke Corsmeyer und ihre Tochter Vera freuen sich auf das Stelldichein der prominenten Autoren.
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Weshalb man sich auch und gerade im Jubiläumsjahr auf ein abwechslungsreiches Stelldichein prominenter, teils international gefeierter Autoren, aber auch auf Neuentdeckungen und dem Haus seit langem verbundene Literaten freuen darf. Das Programm fürs erste Halbjahr ist festgezurrt.

Karten: Die Lesungen finden, wenn nicht anders angegeben, jeweils ab 19.30 Uhr in der Gütersloher Buchhandlung Markus, Münsterstraße 9, statt Karten im Vorverkauf gibt es dort unter Tel. 05241/28888.
Zum Auftakt wird eine – laut Corsmeyer –„echte Silberzunge“ erwartet: Gerd Wagner. 1956 im Sternzeichen des Buchs mit dem Aszendenten Film, Kunst und Musik geboren, stellt sich der gelernte Buchhändler, Herausgeber der Edition „Zeitblende“ und galant plaudernder Part des auch in Gütersloh schon gut bekannten Rezensenten-Trios „Die Ente bleibt draußen“ am Donnerstag, 7. März, als Geschichtenerzähler vor. Ab 19.30 Uhr wird er in der Buchhandlung „Gestrandete Riesen“ vorstellen. Ein schön gemachtes Buch über die legendären Grandhotels dieser Welt. Wagner beschreibt sie mal essayistisch, mal dokumentarisch als Sehnsuchtsorte eines gelebten oder auch nur erhofften Luxusdaseins.

Wohlschmeckende Murksereien

Wie man selbst Kochmuffel an den Herd bekommt, verrät Kat Menschik am Mittwoch, 27. März, im Weberhaus. Ob Klassiker wie Königsberger Klopse oder doch lieber das georgische Hühnchen „Schqmeruli“ - die Autorin verrät in ihrem Kochbuch „Essen essen“ mehr als nur Rezepte.

 Als eine der erfolgreichsten Illustratorinnen im deutschsprachigen Raum prägt sie nicht nur die FAZ-Feuilleton-Optik. Sie wurde auch zigfach ausgezeichnet für ihre illustrierten Murakami-, Shakespeare-, Eichendorff, Kafka- oder Poe-Bücher. Entsprechend anders sieht ihr Kochbuch aus. Jede Seite eine künstlerische Miniatur. Zum Herausreißen schön. Weshalb es die Original-Illustrationen vorsichtshalber auch in einer begleitenden Ausstellung in der Buchhandlung zu sehen gibt. Und auch einige der „wohlschmeckenden Murksereien“ aus der Mentschik-Kreativ-Küche gibt es zum Verkosten.

 Mit Brigitte Glaser ist am 2. April eine Bestsellerautorin zu Gast. Ihr „Rheinblick“ führt anhand dreier Handlungsfäden ins Bonner Polit-Theater des Jahres 1972. Hatte sich Glaser mit „Bühlerhöhe“ (Roman über die BRD-Gründerjahre) als versierte Mischerin von Liebesroman und Thriller empfohlen, so bringt sie es nun zur Meisterschaft.

Mit Franz Müntefering unterwegs ins Alter

„Kein Literat kommt so gern zu uns und keiner ist hier so gern gesehen wie Heinrich Steinfest“, hält Elke Corsmeyer die Messlatte hoch für den Krimiautor. Am Mittwoch, 10. April, präsentiert er in seiner

Zitat:  „Als Seiteneinsteiger geht man anders an die Sache heran, als ein ausgebildeter Buchhändler. Ich habe viel experimentiert und nicht einfach nur etwas gemacht, weil man es immer schon so gemacht hat. Vielleicht habe ich deshalb auch nie den häufig in der Branche zu findenden Pessimismus entwickelt. Ich habe weder das Schlecht-red-Gen vieler Kollegen, noch gehöre ich zu den ewigen Totsagern des Buchs. Ich bin immer optimistisch. Und optimistische Buchhändler überleben.“

Elke Corsmeyer über ihr Erfolgsrezept.

siebten Gütersloher Lesung das Buch „Der schlaflose Cheng“, den jüngsten Fall seines einarmigen Ermittlers.

Zeitlose Momentaufnahmen vom Leben und Überleben hat Marion Brasch in „Lieber woanders“ zusammengetragen. Wenn man weiß, dass ihre Familie die „Buddenbrocks der DDR“ genannt wurde, dass ihr Vater als SED-Funktionär den unangepassten Schauspieler-Sohn denunzierte, ahnt man, welche Brüche und Verwerfungen in Braschs Werken zutage treten. Sie kommt am 9. Mai nach Gütersloh.

Unbeschwert im Tonfall,  aber doch nachdenklich mit Blick auf die Gesamtsituation,  äußert sich Ex-SPD-Vizekanzler Franz Müntefering in seinem Buch „Unterwegs“ über das Älterwerden in unserer Zeit. Getragen von der Zuversicht, dass Dinge gestaltbar sind, legt er nicht nur Senioren ans Herz, sich einzumischen, Verantwortung zu übernehmen – für eine bessere Gesellschaft und Politik. Darüber wird er am Dienstag, 21. Mai, ab 19.30 Uhr nicht nur in der Stadtbibliothek Gütersloh lesen, sondern sich auch im Gespräch mit Thorsten Wagner äußern. 

Bliebe noch Joey Goebel, gefeierter US-Schriftsteller, Drehbuchautor und Musiker. Mit „Irgendwann wird es gut“ legt er am Mittwoch, 5. Juni, im Evangelisch Stiftischen Gymnasiums einen Episodenroman vor, der seine Leser in eine Kleinstadt in Kentucky entführt, wo die Menschen von einem Stückchen Glück träumen. Der ganze Kosmos in einer kleinen Welt – spannend und berührend.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der Gütersloher „Glocke“ vom 1. März.

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