10.000 Sänger in 25 Jahren „Neue Stimmen“
Bild: Steinecke
Im Kreis der Teilnehmer des Neue-Stimmen-Meisterkurses 2012: (v. l.) John Norris, Edda Moser, Gustav Kuhn, Liz Mohn und Francisco Araiza.
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Auf den Tag genau vor 25 Jahren hatte die Französin Nathalie Stutzmann den ersten Wettbewerb gewonnen. Liz Mohn, die Präsidentin der Bertelsmann-Stiftung, ist nicht nur auf das Silberjubiläum „ihres“ Wettbewerbs stolz, dessen Finale im jährlichen Wechsel mit Meisterkursen in Gütersloh durchgeführt wird, sondern auch auf die Premiere des Liedkurses: Seit Montag arbeiten zwei Frauen und zwei M

Internationaler Gesangswettbewerb Neue Stimmen, gegründet 1987, seit 1997 im jährlichen Wechsel mit einem Meisterkursus

Ausrichter: Bertelsmann-Stiftung (Präsidentin: Liz Mohn)

Teilnehmer: junge Opernsänger in der Ausbildung oder am Karrierebeginn aus bislang 70 Nationen. Aktueller Stand: 10 146. Im ersten Jahr waren es 36, im Jahr 2011 bereits 1422 Teilnehmer.

Preise: Seit 2003 sind alle Finalteilnehmer zugleich Preisträger. Bislang wurden insgesamt 97 Preise vergeben. Der erste Preis ist mit 15 000 Euro dotiert.

Internationalität: Die Vorauswahlen finden an Austragungsorten weltweit statt, Semifinale und Finale vor Publikum in Gütersloh.

änner in einer Meisterklasse mit der Kammersängerin Edda Moser an der Interpretation des deutschen Kunstlieds.

Weitere 14 Talente holen sich zurzeit in der Gütersloher Stadthalle den Feinschliff in Opern-Meisterkursen bei Gustav Kuhn, Francisco Araiza und Bewegungstrainer John Norris. Es fließe „Gold aus diesen Kehlen“, habe Edda Moser am Vortag über die Teilnehmer geschwärmt, erzählt Liz Mohn bei der Pressekonferenz, und die Star-Sopranistin strahlt zur Bestätigung.

Mehr als 10 000 junge Sänger aus rund 70 Nationen haben seit 1987 in dem im Zweijahres-Rhythmus angebotenen Wettbewerb ihr Bestes gegeben. „Viele haben eine beachtliche Karriere gemacht“, stellt Liz Mohn fest. Berühmte Namen wie der deutsche Bass René Pape und die 2010 mit dem Klassik-Echo ausgezeichnete deutsche Opern- und Liedsängerin Christiane Karg sind darunter.

Professor Gustav Kuhn, der Künstlerische Leiter der Neuen Stimmen, kommt vor allem bei den Meisterkursen ins Schwärmen. Vor 15 Jahren habe man sie installiert, um in den wettbewerbsfreien Jahren intensiv mit Kandidaten arbeiten zu können, die im Vorjahr nicht gewonnen, aber großes Potenzial gezeigt hatten. „Wahnsinnsstimme, aber am Ausdruck muss er arbeiten – sowas zum Beispiel notieren wir Juroren, und dann laden wir den Sänger zum Kursus ein“, so Kuhn.

In diesem Jahr führe man 14 Sänger aus elf Nationen zusammen. „Globalisierung der friedlichen Art“ nennt das Liz Mohn. Francisco Araiza hebt den hohen Anspruch hervor: „Wir wollen die Teilnehmer so entlassen, dass sie im kommenden Jahr den Wettbewerb gewinnen können.“ Die Endrunde der nächsten Neuen Stimmen ist für Oktober 2013 terminiert – natürlich in Gütersloh.

Eine Reportage aus der Liedmeisterklasse von Edda Moser lesen Sie in der „Glocke“ (Ausgabe Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück) von Donnerstag, 25. Oktober 2012!

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