20 Verletzte bei Gasunfall in Gütersloh
Bild: Darhoven
20 Menschen sind bei einem Gasunfall am Samstagabend in Gütersloh verletzt worden.
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Am Samstagabend waren Polizei und Rettungskräfte nach eigenen Angaben gegen 19 Uhr über einen Gasaustritt in einem Sechs-Parteien-Haus an der Straße Auf dem Knüll informiert worden. Eine Person sei bereits nicht mehr ansprechbar. Daraufhin wurden sofort zahlreiche Rettungskräfte an den Einsatzort entsandt - darunter ein Leitender Notarzt, der Organisationsleiter Rettungsdienst, das Modul Soforthilfe, drei Notärzte, ein Rettungshubschrauber, ein kompletter Feuerwehrlöschzug und zahlreiche Rettungskräfte. Insgesamt waren knapp 80 Einsatzkräfte vor Ort, die durch 15 Polizeibeamte unterstützt wurden.

In dem Haus sind 21 Personen gemeldet, 20 davon wurden von dem Gasaustritt betroffen. Alle Bewohner wurden durch Einatmen von Kohlenmonoxid verletzt. Davon erlitten fünf leichte Verletzungen und wurden direkt am Unfallort ambulant versorgt. 14 Bewohner zogen sich ebenfalls leichte Kohlenmonoxidvergiftungen zu, werden aber stationär in verschiedenen Krankenhäusern im Kreisgebiet behandelt. Ein 18-jähriger Hausbewohner zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Nach bisherigem Erkenntnisstand trat das Gas aus einer Gastherme aus, die sich in der linken Erdgeschosswohnung des Hauses befindet. Noch vor Ort nahmen Kriminalbeamte zusammen mit einem Schornsteinfeger nach Durchlüftung der Wohnung durch die Feuerwehr die Gastherme in Augenschein. Der Grund für den Gasaustritt ist bislang ungeklärt. Aus diesem Grunde wurde die Therme für weitere detaillierte Untersuchungen versiegelt. Die Gasthermen in den übrigen fünf Wohnungen werden ebenfalls einer Prüfung unterzogen. Strom und Gas für das gesamte Haus wurde durch die Stadtwerke abgeschaltet. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

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