Abschied von der Molkerei Strothmann
Bild: Steinecke
Die ehemaligen Betriebsgebäude der Molkerei Strothmann werden abgerissen: Auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Gelände an der Schlüterstraße entstehen altengerechte Wohnungen.
Bild: Steinecke

Der Planungsausschuss hatte vor einiger Zeit beschlossen, für das Bauvorhaben auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück den Bebauungsplan zu ändern. Antje Strothmann hatte dem Bauverein das Gelände an der Ecke von Schlüterstraße und Brockhäger Straße verkauft.

Die neuen Wohngebäude auf dem ehemaligen Molkereigelände entstehen nach den Plänen der Architekten der Büros Voßhans und Melisch. Hauptsächlich Zwei-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von bis zu 55 Quadratmetern werden gebaut, zudem einige Drei-Zimmer-Einheiten.

„Der Bedarf an innenstadtnahen, seniorengerechten Wohnungen ist sehr hoch“, hatte Wolfgang Schmelz, Geschäftsführer des Bauvereins, bei der Vorstellung der Pläne im Januar erklärt. Investiert werden rund acht Millionen Euro.

Der Milchwirtschaftsbetrieb Strothmann war 1907 als handwerklich orientierte Molkerei von Hermann Strothmann aufgebaut und von Sohn Herbert Strothmann immer wieder erweitert worden. In den Jahren von 1955 bis 1967 vereinigte Strothmann neun heimische Molkereien unter einem Dach. Die Produktionskapazität wurde stetig erhöht, die Produktpalette erweitert. 1974 bezog das Unternehmen eine moderne Produktionsanlage an der Hans-Böckler-Straße. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde Strothmann im Jahr 2002 an den holländischen Konzern Friesland-Campina verkauft.

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