„Addlipps“: ein musikalisches Heimspiel 
"Addlipps" heißt das Detmolder Vokalensemble, mit dem Lea Martensmeier (Zweite von links) in Gütersloh ein musikalisches Heimspiel gibt.

 Sechs Studenten der Detmolder Musikhochschule bitten um Gehör für ein A-cappella-Programm von „Palestrina bis Pop“. 

„Ein bisschen mehr Herzklopfen als bei sonstigen Auftritten habe ich schon“, gestand die 22-jährige, mehrfach beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ ausgezeichnete Mezzosopranistin und Musikerin im Vorfeld. Dabei ist sie durchaus bühnenerfahren, sowohl als Sängerin (Mitglied der Choralsingschule, des Bachchors Gütersloh, „Musica sacra“ Paderborn) als auch als Musikerin (Orchester des Evangelisch-Stiftischen Gymnasiums).

Mittlerweile studiert sie im siebten Semester Musik auf Lehramt und Gesangspädagogik in Detmold sowie Germanistik in Paderborn. Ob sie später unterrichtet oder vielleicht doch ihrer großen Leidenschaft nachgibt und eine Karriere als Sängerin anstrebt, das hält sich die 22-Jährige noch offen. „Wenn, dann auch nur im kammermusikalischen Rahmen oder bei einem Rundfunkchor. Für die Opernbühne reicht’s nicht“, gibt sich die Schülerin von Professor Gerhild Romberger bescheiden.

Lea Martensmeier achtet sorgsam darauf, ihre Stimme kontinuirlich weiterzuentwickeln. „Das Fundament, das Sigmund Bothmann und Bettina Pieck in der Choralsingschule gelegt haben, die Art, diszipliniert mit und an sich zu arbeiten, das ist für mich in Detmold zur idealen Basis geworden“, sagt sie. Ihre Stimme habe mittlerweile mehr Raum bekommen, spiegele das Bewusstsein wider, dass jedes Stück nicht nur interpretiert, sondern auch gefühlt sein will. Das ist der Stoff, aus dem gute Sängerinnen gemacht sind.

 Die unterschiedlichen Chor-Projekte, die zum Studium gehören, ermöglichen es Martensmeier, in großer Bandbreite zu agieren. Gleichgesinnte hat sie im Vokalensemble „Addlipps!“ gefunden, das just seine erste Tournee in die Heimatstädte der Mitglieder absolviert: Bad Kreuznach, Bremen, Lennestadt, Mainz, Oldenburg – und Gütersloh.

Im nächsten Semester wird Lea Martensmeier einen eigenen (Laien-)Chor leiten. Ihr Ziel? „Stimmliche Qualität vermitteln und all das, was mir selbst Erfolg gebracht hat.“ Die Gütersloherin, die es „schrecklich fände, wenn ich irgendwann zu müde oder zu abgestumpft wäre, um noch mit Lust zu singen“, weiß, über was sie spricht. Heute Abend ist es auch zu hören.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der Freitagsausgabe der Gütersloher „Glocke“.

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