Als Queen Elizabeth Gütersloh besuchte
Bild: Erich Westersötebier
Vor 50 Jahren am 26. Mai 1965 hat Queen Elizabeth II. mit ihrem Prinzgemahl Philip Gütersloh besucht. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ließ sie sich zum Flugplatz chauffieren.
Bild: Erich Westersötebier

Vor 450 Jahren am 27. März 1565 wurde der Streit zwischen den Grafen von Tecklenburg und dem Bischof von Osnabrück mit dem Bielefelder Rezess geschlichtet. Geregelt wurde unter anderem, dass die Bauerschaften Avenwedde, Spexard und Kattenstroth politisch zu Reckenberg gehören sollten, während das Dorf Gütersloh und die Bauerschaften Blankenhagen, Pavenstädt, Nordhorn und Sundern zur Bentheim-Tecklenburgischen Herrschaft Rheda kamen. Die kirchliche Hoheit und damit das Recht, Pfarrer einzusetzen, bleib beim Bischof. Der Wiedenbrücker Vertrag vom 9. Juni 1565 regelte die Grenzziehung zwischen Rheda und Reckenberg. Seit 1565 lebten in Gütersloh auch gräfliche Schutzjuden, die Geld an die gräfliche Kammer zu entrichten hatten.

Vor 200 Jahren fiel das Herzogtum Westfalen mit dem Wiener Protokoll vom 12. Februar 1815 ans Königreich Preußen. Im März richtete die preußische Postverwaltung in Gütersloh ein eigenes Amt ein. Die Herrschaft Rheda mit dem Dorf Gütersloh wurde mit Urkunde vom 21. Juni dem preußischen Staat einverleibt.

Vor 175 Jahren wurde der Frauenverein der Evangelischen Kirchengemeinde gegründet, der sich um Hilfsbedürftige kümmerte. Mit dem Kaufmann Wilhelm Bartels wurde am 12. August 1840 erstmals ein Gütersloher in den Provinzial-Landtag gewählt.

Vor 150 Jahren zählte Gütersloh 4104 Einwohner und war ans staatliche Telegrafennetz angeschlossen. J. Fr. C. gründete 1865 den Gütersloher Gesangverein.

Vor 125 Jahren übernahm Willy Ruhenstroth 1890 die vom Vater gegründete Holzhandlung und baute daraus die Wirus-Werke auf. Die Stadt Gütersloh hatte knapp 6000 Einwohner, darunter 622 Katholiken und 89 Juden. Avenwedde zählte etwa 1450 Einwohner, Friedrichsdorf 450 und Spexard mit Kattenstroth rund 1700 Einwohner.

Vor 100 Jahren am 21. Februar 1915 erfolgte die erste Ausgabe von Brotkarten, sogenannten Brotbüchern. Sie wurde endgültig erst 1923 wieder abgeschafft.

Vor 75 Jahren am 1. Juli 1940 wurde die seit 1926 bestehende private Lehranstalt in eine städtische Handelsschule umgewandelt. Die Firma Wirus nahm ihr Hartplattenwerk in Betrieb. Die Gasversorgung wurde an das Ferngasnetz der Ruhrgas AG angeschlossen. Der Viehhändler Paul Meinberg, ehemals Vorsitzender der jüdischen Kultusvereinigung, wanderte mit seiner Familie in die USA aus.

Vor 50 Jahren am 5. März 1965 öffnete das Kaufhaus Hertie, heute Karstadt, neben dem alten Rathaus seine Pforten. Am 1. April wurde die Sporthalle der damaligen Mädchen-Realschule an der Wiesenstraße eingeweiht. Königin Elizabeth II. besuchte mit ihrem Gemahl Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, am 26. Mai Gütersloh und die dort stationierten britischen Soldaten. Am 15. Juli eröffnete die Commerzbank an der Berliner Straße ihre erste Filiale in Gütersloh. Der Neubau des Städtischen Neusprachlichen Mädchengymnasiums an der Schulstraße wurde am 24. September eingeweiht. Am Neubau des Arbeitsamts an der Bismarckstraße war am 10. November Richtfest.

Vor 25 Jahren am 28. Januar wurde der Ausländerbeirat erstmals gewählt. Am 31. Januar bezog der Unternehmerverband sein Domizil an der Kirchstraße. Am 24. und 25. April beschossen die Vertreterversammlungen von Volksbank und Spar- und Darlehnsasse die Fusion. Seit dem 3. Mai steht die Marktfrau Güths Mariechen am Kolbeplatz. Das Gütersloher Brauhaus öffnete am 10. August seine Pforten. Seit dem 8. Oktober ist Renate Horsmann Vorsitzende des Heimatvereins Gütersloh. Die Syrisch-Orthodoxe Gemeinde weihte am 10. Dezember die an der Ecke von Nordring und Hohenzollernstraße gebaute St.-Stephanus-Kirche.

Quelle: Gütersloh-Chroniken aus dem Verlag Flöttmann.

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