Altenheim Teil des  „Kaiser-Centers“
Erste Grundrisse wurden in dieser Woche vertraulich gezeigt.

Auch die Planungen für das Einkaufszentrum bei Wellerdiek schreiten voran. Arbeitstitel: „Kaiser-Center“.

Wojektschek nimmt damit dem Heimatverein Gütersloh und anderen, die das stadtbildprägende Gebäude erhalten sehen wollen (die „Glocke“ berichtete), vorerst die Sorge vor einem Abriss. Das 1922/23 errichtete Gebäude soll in das Quartier integriert werden.

Nach den aktuell vorliegenden Plänen der Gütersloher Büros Heitmann, die der Projektentwickler am Mittwoch den Fraktionen von CDU, Grünen und UWG vorgestellt hat, will Ten Brinke mit Ausnahme der Gaststätte „Alex“ und benachbarter Gebäude das gesamte Karree zwischen Eickhoff-, Strenger-, Kaiser- und Friedrich-Ebert-Straße überbauen. Die Verkaufsfläche soll 9000 Quadratmeter nicht überschreiten.

Als Hauptmieter ist im Erdgeschoss ein Lebensmittelmarkt mit einer Gesamtfläche von 4500 Quadratmetern vorgesehen. Edeka, Kaufland und Rewe seien interessiert, sagte Wojatschek. Außerdem soll das Erdgeschoss sieben kleinere Geschäfte aufnehmen.

Im ersten Obergeschoss ist ein Elektro-Fachmarkt eingeplant mit 3750 Quadratmetern Verkaufsfläche (Saturn). Daneben werden Stellplätze ausgewiesen. Das zweite Obergeschoss soll als Parkdeck angelegt werden, wo die meisten der 350 Stellplätze liegen. Wojatschek bekräftigte, dass eine Wohnnutzung für ihn wegen der Lage nicht in Frage komme.

An der Ecke Kaiser- und Strengerstraße ist Gastronomie vorgesehen – laut Wojatschek ein Eiscafé mit knapp 200 Quadratmetern. „Wir wollen dem Café Alex keine Konkurrenz machen“, sagte Wojatschek. Mit einzelnen Grundstückseigentümern befinde man sich noch in Gesprächen.

Ein Knackpunkt ist das Erschließungskonzept. Es sieht derzeit Zufahrt und Anlieferung von der Eickhoffstraße vor. Eine Verkehrsuntersuchung soll jetzt in Auftrag gegeben werden.

Ten Brinke will auch die Flächen der Familie Finke am Kolbeplatz mitentwickeln, wo es um 5000 Quadratmeter Verkaufsfläche geht. Über den Stand der Gespräche verlautete nichts. Die Pläne seien bei der Plattform „sehr positiv“ aufgenommen worden, sagte CDU-Fraktionschef Heiner Kollmeyer. „Vor allem auch, weil wieder Bewegung in die Sache gekommen ist.“ Außerdem wolle sich Ten Brinke („eine seriöse Firma“) auch des Kolbeplatzes annehmen.

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