Andreas Mohn stellt seine Stiftung vor
Andreas Mohn bei der Feierstunde im Bielefelder Arcadia-Hotel. Bild: Dinkels

Als Stifter stehe er „in der Tradition meiner Familie“, sagte der jüngste Spross von Liz und Reinhard Mohn. Alles habe damit begonnen, dass er einen Teil seiner Anteile an Bertelsmann verkauft habe. Zwei Millionen Euro des Erlöses („Auch für mich ist das Volumen ein großer Brocken“) bringt er als Kapital ein. Andreas Mohn: „Soziales Engagement macht Spaß.“ Seine Geschwister Christoph und Dr. Brigitte Mohn führen die von den Eltern ins Leben gerufenen Stiftungen.

Der Zweck der Stiftung ist breit angelegt: Dazu gehören „die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, die Förderung von Wissenschaft und Forschung, der Jugend- und Altenhilfe, der Religion, des Umweltschutzes, der Hilfe für Behinderte, von Kunst und Kultur, Erziehung und Bildung, der Fürsorge für Strafgefangene und ehemalige Strafgefangene, des Sports sowie des Gesundheits- und Wohlfahrtswesens“. So umfassend hatte es sein Vater schon bei der RM-Stiftung gehandhabt.

Zum Vorstand gehören außer Andreas Mohn Maria Kornek (23), Catrin Geldmacher (43) und Besim Rudaj (27). Die Stiftung hat insgesamt zehn Mitarbeiter. Sitz ist Bielefeld, wo auch Andreas Mohn und die meisten Beteiligten leben. Damit die am 9. Juni anerkannte Stiftung im ersten Jahr arbeiten kann, stellt Mohn aus seinem Vermögen noch einmal 200 000 Euro zur Verfügung.

Die ersten Projekte werden bereits gefördert und wurden gestern ihm Rahmen der Feierstunde in Bielefeld vorgestellt. Daran nahmen auch zwei Weggefährten aus Gütersloh teil: der ehemalige Stadtdirektor und Gütersloher Ehrenbürger Dr. Gerd Wixforth sowie der langjährige frühere Betriebsratschef von Mohn Media, Jochen Werner.

 „Wer eine Stiftung gründet, übernimmt Verantwortung für das Gemeinwesen“, sagte Regierungspräsidentin Thomann-Stahl bei der Übergabe der Urkunde. Davon zeuge auch das breite Spektrum der neuen Stiftung. Der zweite Bielefelder Bürgermeister Horst Grube (SPD) sagte, Stadt und Staat könnten nicht alles finanzieren, was notwendig sei. „Deshalb ist es gut, dass es Stiftungen gibt.“

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