Angeklagt wegen versuchten Mordes
Im März dieses Jahres ereignete sich im Haus am Eversgerdweg der Vorfall, der

Der 51-Jährige wurde dabei so stark verwundet, dass er mehrere Tage in Lebensgefahr schwebte. Als Motiv nennt Oberstaatsanwältin Ina Leinkauf, die die Anklage vertritt, „Habgier“. Außerdem soll die Angeklagte heimtückisch vorgegangen sein, weil sie – von langer Hand geplant – einen Selbstmord habe vortäuschen wollen. Damit seien die Voraussetzungen für eine Anklage wegen Mordversuchs gegeben. Die Angeklagte muss bei einer Verurteilung mit einer langen Haftstrafe rechnen.

Der Mann soll in der Nacht zum 11. März in der gemeinsamen Wohnung am Eversgerdweg in seinem Bett geschlafen haben, als die 49-Jährige ihm mit einem Messer mehrere Stiche in den Hals versetzt haben soll. Das Opfer wehrte sich, es soll zu einer Rangelei gekommen sein. Später habe sich der Mann bewusstlos gestellt, um die Frau zu täuschen.

Die Kubanerin soll das Haus mit dem Bargeld und einigen Habseligkeiten verlassen haben und zum Frankfurter Flughafen gefahren sein. Der 51-Jährige rief seine Mutter an, die den Notarzt informierte. Wie im März berichtet, wurde die Kubanerin, die seit 15 Jahren in Deutschland lebte, noch am Flughafen festgenommen. Sie wollte nach Kuba ausreisen, wo sie einen Sohn hat.

Heimtückisch soll das Vorgehen der Frau gewesen sein, weil sie ihren Mann schon im Februar unter einem Vorwand veranlasst haben soll, einen Abschiedsbrief zu verfassen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie einen Selbstmord vortäuschen wollte, um an den Besitz zu gelangen.

Die 49-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Vertreten wird sie vom Bielefelder Strafverteidiger Dr. Detlev Binder. Berichten zufolge geht der Rechtsanwalt allenfalls von versuchtem Totschlag aus, weil die Tat in einer Extremsituation geschehen sei. Zu sprechen war er nicht.

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