Angeklagte gestehen Drogenhandel
Am zweiten Verhandlungstag gestanden die Angeklagten, mit Drogen gehandelt zu haben. Eine entsprechende Erklärung gaben die Verteidiger ab.

Zwischen einem Jahr und neun Monaten sowie fünf Jahren und neun Monaten Haft lautet das geforderte Strafmaß der Staatsanwaltschaft Bielefeld.

Den Männern zwischen 33 und 43 Jahren wird vorgeworfen, in der Gütersloher Gaststätte Zur Krone und im Café Treffpunkt Drogen verkauft zu haben. Die Strafkammer unter Vorsitz von Richter Carsten Wahlmann und Staatsanwalt Leenert Klattenberg geht davon aus, dass die aufgefundenen Betäubungsmittel dem Handel dienten.

Den Vorwürfen stimmten gestern die Verteidiger stellvertretend für ihre Angeklagten zu. Das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß für die vier Angeklagten soll je nach Schwere der Beteiligung unterschiedlich ausfallen.

Die höchste Strafe droht dem vermeintlichen Kopf der Bande, einem 33-jährigen Mann. Dieser soll laut Anklage die Drogen besorgt und zum Weiterverkauf in die Gaststätte Zur Krone an der Dresdner Straße gebracht haben. Dabei handelte es sich insgesamt um vier Kilogramm Marihuana.

Bei einer Durchsuchung im Rahmen einer Großrazzia im Juli seien zudem 14 Kilogramm Marihuana und eineinhalb Kilogramm Kokain sichergestellt worden. Erschwerend komme der Besitz einer Schusswaffe hinzu.

Ein 39-jähriger Gütersloher räumte ein, dass er die Ware des 33-Jährigen erhalten und damit Handel betrieben habe. Daran beteiligt war auch ein 43 Jahre alter Mann, bei dem 600 Gramm Kokain sichergestellt worden waren. Bei einem 38-Jährigen wurden weder Betäubungsmittel noch Bargeld sichergestellt. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen. Der Mann hatte die Buchhaltung geführt.

Die Verteidiger und der Vertreter der Staatsanwaltschaft einigten sich, dass außer den Betäubungsmitteln sowohl das aufgefundene Bargeld und zwei sichergestellte Rolex-Uhren einbehalten werden sollen. Der Verteidiger eines Betroffenen widersprach dem, da sein Mandant seine Rolex bereits sechs Jahre vor der Anklage mit legalen Mitteln erworben habe. Dies werde nun geprüft. Der Schmuck soll den Angeklagten jedoch wieder ausgehändigt werden.

Der Prozess wird am Mittwoch, 29. Januar, ab 9 Uhr in Bielefeld fortgesetzt. Dann soll ein Zeuge gehört werden.

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