Angeklagter gibt Gewaltverbrechen zu
Aus niederen Beweggründen soll der 45-jährige Jamaikaner gehandelt haben, als er am 5. August seine ehemalige Lebensgefährtin erdrosselte. Die Tote versteckte er unter dem Bett im Zimmer seines Sohnes. Die Verhandlung wird am Mittwoch fortgesetzt.

Die Gewaltverbrechen geschah am 5. August 2011 in der  Wohnung des Opfers in Gütersloh. Häufiger Alkoholkonsum und handgreifliche Auseinandersetzungen soll es bei dem Paar schon mehrfach gegeben haben. Weiter sagte der 45-Jährige, dass seine Partnerin ihm gedroht habe, ihn für immer ins Gefängnis zu bringen. Aus Rache dafür, dass er sie verlassen habe.
Warum er gerade bei dieser einen von zahlreichen Auseinandersetzungen bis zum Äußersten ging, darauf wußte der Mann keine Antwort. Dabei gibt er dem vorsitzenden Richter Dr. Marc Brüning sonst jede Auskunft, die zur Aufklärung der Vorgänge am 5. August vergangenen Jahres beitragen könnte.
Freimütig erzählte er beim Prozessauftakt von der Beziehung zwischen ihm und dem Opfer.

Opfer 2005 kennengelernt

2005 hätten sie sich kennengelernt. Damals war der Angeklagte noch in Haft und verbüßte seine Strafe im Offenen Vollzug. Nach seiner Entlassung zog er mit seiner Freundin in eine Wohnung. Zunächst sei alles toll gewesen. Irgendwann sei es dann zu immer neuen Streitereien gekommen, erzählte der Angeklagte. Dabei sei meist Alkohol im Spiel gewesen. Sowohl er als auch seine Lebensgefährtin hätten oft zu viel getrunken. Seine Partnerin sei sehr eifersüchtig gewesen – völlig ohne Grund, wie der 45-Jährige immer wieder beteuert.

Häufig gestritten

In der Verhandlung stellte sich nach und nach heraus, dass es immer wieder heftige Auseinandersetzungen zwischen dem Angeklagten und dem Opfer gegeben hat. Die von der Gütersloher Polizei geschriebenen Strafanzeigen lassen den Angeklagten in einem anderen Licht erscheinen. Als „Schlampe“ bezeichnete er das spätere Opfer vor den Beamten, die gerufen worden waren, weil der Jamaikaner seiner Partnerin und die Kinder eingeschlossen hatte. „Ich mache dich fertig“, soll er in dieser Nacht gesagt und mit einer abgesessenen Haftstrafe wegen versuchten Totschlags geprahlt haben.

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