Anstieg der Arbeitslosenzahlen droht
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Wegen der Corona-Krise befürchtet die Agentur für Arbeit Bielefeld einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auch im Kreis Gütersloh.
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Dies teilt Thomas Richter, Leiter der Agentur für Arbeit Bielefeld, mit – und befürchtet, dass der Raum Gütersloh in der nächsten Statistik mit steigenden Arbeitslosenzahlen rechnen muss.

Frühjahrsbelebung wird entfallen

„Die Auswirkungen des Coronavirus zeigen sich in den tagesaktuellen Entwicklungen inzwischen deutlich“, sagt Richter. Die jährlich witterungsbedingt übliche Frühjahrsbelebung komme nicht zur Entfaltung. Dennoch ist er verhalten zuversichtlich: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die behördlich verfügten Einschränkungen unterbrechen Produktion, Dienstleistungen und Nachfrage temporär, würgen aber den Konjunkturmotor nicht ab.“

Stärkere Nachholeffekte würden sich vermutlich im zweiten Halbjahr einstellen und dem Arbeitsmarkt Schub geben. Die Agentur für Arbeit Bielefeld arbeitet nach eigenen Angaben aktuell im Mehrschichtbetrieb daran, für Unternehmen und deren Belegschaften in Gütersloh die guten Voraussetzungen für den schnellen Start nach Beendigung der behördlichen Maßnahmen zu erhalten.

Agentur verzeichnet erhöhten Beratungsbedarf

„Personell haben wir umgehend und tiefgreifend auf den schnell angestiegenen Beratungsbedarf nach Kurzarbeitergeld reagiert“, sagt Richter. „Auf die Wirksamkeit und die Tragfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme und eine zuverlässige Antragsbearbeitung können Arbeitgeber und Beschäftigte in der Corona-Krise voll vertrauen.“

Die Bürger und Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe reagierten in diesen Tagen verständnisvoll und engagiert. „Es stimmt mich zuversichtlich, dass meine Mitarbeiter seit Mitte März voller Elan und Hilfsbereitschaft dabei sind, um Tag für Tag zur Bewältigung dieser nationalen Herausforderung an ihre Grenzen zu gehen“, betont Richter, der stolz sei, „wie sie ihre persönlichen Anliegen zurückstellen, an einem Strang ziehen und ohne Zögern bereit sind, für den Erhalt der robusten Wirtschaftsstrukturen unserer Region alles zu geben“.

4000 Anträge auf Kurzarbeit im Agenturbezirk Bielefeld gestellt

Auf Anfrage dieser Zeitung teilt Matthias Hertle, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Bielefeld, mit, dass vom 1. bis 27. März insgesamt 4000 Anträge auf Kurzarbeitergeld eingegangen sind. Dies betreffe den Agenturbezirk Bielefeld mit der Stadt Bielefeld und dem Kreis Gütersloh. Hertle betonte, dass es sich um vorläufige Daten handle. Wie sich die Zahlen auf den Kreis Gütersloh und die Stadt Bielefeld verteilen, dazu konnte Hertle keine Auskunft geben.

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