Antje Nöhren übernimmt Kultursekretariat
Stabwechsel im Kultursekretariat NRW: Antje Nöhren übernimmt zum 1. Januar 2019 die Geschäftsleitung in der einzigen Landeseinrichtung in Gütersloh.

„Ich freue mich auf die Arbeit in Gütersloh“, erklärte Nöhren gestern auf Anfrage der „Glocke“. Die Mischung, sowohl als Kulturmanagerin als auch Dienstleisterin, als Ideenlieferant und Projektentwickler für die 75 vom Kultursekretariat betreuten Mitgliedsstädte tätig zu sein, sei überaus reizvoll.

Kunstgeschichte und Kunst studiert

Netzwerken habe sie in den vergangenen sechs Jahren beim Kulturbüro OWL gelernt, allerdings mehr auf (inter-)kommunaler Ebene. Als Geschäftsführerin des Kultursekretariats NRW gehe die Aufgabe weiter in die Region und ins Land. „Die kulturpolitische Relevanz und Herausforderung ist ein ganz andere“, weiß Nöhren.

Die aus Bremen stammende, bislang in Kirchlengern (Kreis Herford) beheimatete Kulturkennerin hat in Osnabrück Kunstgeschichte und Kunst studiert und sieben Jahre unter Jan Hoet im Herforder Museum Marta gearbeitet, ehe sie nach Bielefeld ging. So groß ihre Affinität zur Bildenden, vor allem zur zeitgenössischen Kunst daher auch sein mag – „meine Interessen sind breitgefächert“.

Die 36-Jährige mag Tanz und Musik, spielt selbst Klavier, Gitarre und Klarinette und liebt das Theater. Was nicht zuletzt daran liegt, dass ihr Bruder Schauspieler in Berlin ist. „Was mich inspiriert, ist der interdisziplinäre Austausch“, sagt Nöhren.

Zufrieden mit Nachfolgerin  

Zusammen mit Kulturdezernent Andreas Kimpel und Güterslohs Theaterchef Christian Schäfer hat sie sich erst jüngst im NRW-Landtag als designierte Geschäftsführerin des Kultursekretariats für eine zusätzliche Förderung der Bespieltheater stark gemacht. Ganz so, wie es auch Claudia Schwidrik-Grebe immer getan hat. Sie hatte 2015 die Geschäftsführung der Einrichtung übernommen und dafür das Marler Theater verlassen, dessen Leiterin sie seit 2001 war.

Richtig heimisch geworden ist Schwidrik-Grebe an der Dalke aber nicht: „So sehr ich die Arbeit im Kultursekretariat auch schätze und auf ein tolles Team bauen kann, letztlich sind es familiäre Gründe und mein Heimweh nach dem Ruhrgebiet, die mich zum Weggang bewegt haben.“ Mit ihrer Nachfolgeregelung ist sie sehr zufrieden: „Antje Nöhren war eine meiner Favoriten.“

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